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28.01.2012 | Aktuell | Peter Middel / sb

Matthias Prey zur Halbzeit überraschend vorn

Matthias Prey (Ahrensburger TSV) führt bei den Deutschen Hallen-Mehrkampf-Meisterschaften in Dortmund nach dem ersten Tag den Siebenkampf der Männer mit 3.254 Punkten an. Auf den Plätzen zwei und drei liegen Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied, 3.234 P.) und Florian Katzschmann (TS Herzogenaurach, 3.169 P.).

Matthias Prey liegt trotz lädierter Schulter in Führung (Foto: Middel)

Der erste Tag begann recht viel versprechend für Mitfavorit Rico Freimuth (Hallesche LA-Freunde). Im 60-Meter-Sprint verbesserte er mit 6,98 Sekunden seine persönliche Bestzeit um eine Hundertstelsekunde. Doch er beendete den ersten Wettkampf-Tag unzufrieden auf Platz vier: „Mit meinen Leistungen von 7,09 Meter im Weitsprung und 1,82 Meter im Hochsprung blieb ich deutlich unter meinem Soll.“

Seine schlechten Sprungleistungen führte er vor allem darauf zurück, dass er in beiden Disziplinen seinen Anlauf verändert habe. „Das mache ich vor einem wichtigen Wettkampf nicht noch einmal,“ hat sich der WM-Teilnehmer vorgenommen. „Diese Meisterschaften bilden eine wichtige Standortbestimmung für mich. Nun weiß ich, wo ich demnächst Korrekturen anzusetzen habe.“

Arthur Abele bricht Wettkampf ab

Arthur Abele (VfL Sindelfingen), der seit 2008 keinen Mehrkampf mehr bestritten hatte, wollte nach fast vierjähriger Verletzungsserie in Dortmund einen Neuanfang wagen. Mit seinem Wettkampf-Einstieg über 60 Meter in 7,06 Sekunden zeigte er sich zufrieden.

Nach dem Kugelstoßen, in dem er mit 14,16 Meter eine neue persönliche Bestweite erzielte, gab er aber den Wettkampf auf. „Ich habe mir beim Weitsprung eine leichte Schwellung zugezogen, so dass ich vorzeitig meine Sachen gepackt habe. Allerdings war es eine reine Vorsichtsmaßnahme“, erklärte Arthur Abele.

„Meine bisherigen Leistungen in dieser Hallensaison zeigen, dass ich mich auf einem guten Weg befinde. Mein Ziel ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London, und ich werde alles daran setzen, dass ich dort hinkomme“, fügte er hinzu.

Starker Weitsprung von Matthias Prey

Der Führende Matthias Prey sammelte vor allem im Weitsprung viele Punkte. Er „flog“ auf ausgezeichnete 7,73 Meter und steigerte sich damit gegenüber seiner bisherigen Bestweite um fünf Zentimeter. „Ich habe mich im Hinblick auf Dortmund auf keine Disziplin besonders vorbereitet. Zusammen mit meinem Trainer Hinrich Brockmann arbeite ich zurzeit daran, dass ich körperlich ruhiger werde“, berichtete der frühere U20- Europameister im Zehnkampf.

Arthur Abelet trat nicht mehr zum Hochsprung an (Foto: Middel)


Matthias Preys Weitsprung-Leistung ist besonders hoch einzustufen, weil ihm seine rechte Schulter, die er sich am Wochenende zuvor bei den schleswig-holsteinischen Meisterschaften im dritten Versuch des Weitsprungs ausgekugelt hatte, starke Probleme bereitete. „Ich habe mir bei dem Zwischenfall Gott sei Dank nichts abgerissen, aber unterschwellig hatte ich im Kopf heute irgendwie eine Schranke“, berichtete der Ahrensburger.

Auch im Kugelstoßen hatte Matthias Prey Schwierigkeiten mit seiner lädierten Schulter, so dass er mit 14,94 Metern nicht in den Bereich seiner persönlichen Bestweite von 15,85 Meter kommen konnte.

Kai Kazmirek mit großem Potenzial

Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied), der am ersten Tag der Meisterschaften seinen 21. Geburtstag feierte, freute sich über 7,06 Sekunden über 60 Meter und 13,54 Meter im Kugelstoßen (Bestweite). Im Hochsprung meisterte er respektable 2,03 Meter und scheiterte an 2,06 Metern nur knapp.

„Ich hatte nicht mit diesen Leistungen gerechnet, weil ich in der vergangenen Woche ein einwöchiges Trainingslager bei Bundestrainer Rainer Pottel in Halle absolviert habe und daher noch platt war“, sagte der Koblenzer. Rainer Pottel räumte dem 21-Jährigen nach seinen zuletzt gezeigten Verbesserungen in den Einzeldisziplinen eine große Perspektive ein.

Anika Biehl freut sich über DM-Gold (Foto: Middel)


U18-Titel für Anika Biehl


Im Fünfkampf der weiblichen Jugend U18 fiel bereits am Samstag die Entscheidung. Anika Biehl (TH LC Jena) sicherte sich im abschließenden 800-Meter-Lauf, in dem sie einen 70-Punkte-Rückstand aufholte, den Titel mit 3.856 Zählern. Zweite wurde Vanessa Mark (Teutonia Lanstrop, 3.850 P.), die bis zum vorletzten Wettbewerb deutlich in Führung lag.

„Ich bin überglücklich, dass ich gewonnen habe. Ich hatte nicht unbedingt mit dem Titel gerechnet, weil ich vorher die Situation nicht so richtig einschätzen konnte“, befand die 17-jährige Jenaerin, die ihre Stärken im 60-Meter-Hürdensprint (8,65 sec) und im Weitsprung (5,70 m) hatte.

Die Resultate finden Sie in der Ergebnisrubrik...

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