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21.01.2006 | Aktuell | Ewald Walker

Tübinger Sextett träumt von EM in Göteborg

Dieter Baumann präsentierte in dieser Woche in einem Tübinger Kaffeehaus die sechs Aushängeschilder seines Vereins LAV asics Tübingen zu Beginn der Saison 2006. "Sie haben alle realistische Chancen zur EM zu fahren", kommentierte der frühere Olympiasieger nicht ohne Stolz das Gruppenbild mit Dame.

Claudia Gesell will jetzt für Tübingen siegen (Foto: Chai)

Nach ihrem Vereinswechsel von Leverkusen zur LAV war Claudia Gesell erstmals in Tübingen. Nach ihrer Achillessehnenoperation hat sie bereits einen Silvesterlauf in Amberg bestritten und wird am 5. Februar in Mailand den Cinque Molini-Crosslauf über 6 Kilometer bestreiten.

"Ich bin auf einem guten Weg", sagt die 28 Jahre alte EM- und WM-Fünfte über 800 Meter, "wenn's so bleibt, müsste es im Sommer krachen".

Die Hallensaison lässt Claudia Gesell aus. Ihr Comeback auf der Bahn hat sie genau ein Jahr nach dem letzten Rennen in Doha (Katar) im Mai beim Läufermeeting ("der krummen Strecken") in Pliezhausen über 600 Meter vorgesehen.

Läuferziele

Auch Filmon Ghirmai hat keinen Hallenstart geplant. Nachdem er im Vorjahr alles hinter einem WM-Start anstellte, dann aber vom DLV nicht für Helsinki nominiert wurde, will sich der Hindernisläufer derzeit voll um sein BWL-Studium kümmern. "Natürlich ist für mich Göteborg das Ziel", sagt Filmon Ghirmai. Ab Ende März beginnt für ihn die EM-Vorbereitung.

Große Ziele verfolgen in diesem Jahr auch die beiden Langstreckler Sebastian Hallmann und Arne Gabius. Arne Gabius ist in der vergangenen Saison im DLV auf Platz eins (3.000 m) und zwei (5.000 m) vorgestoßen. Von einem vierwöchigen Kenia-Trainingslager zurück, zeigt sich der Medizinstudent bereits für die Halle angriffslustig. "Jan Fitschen ist der Gegner, ihn will ich schlagen", gab sich der Hamburger im Schwabenland angriffslustig. Und die Vorfreude auf eine mögliche EM in Schweden verbirgt Arne Gabius nicht.

Eine volle Hallensaison bestreitet Sebastian Hallmann. Wenn er wieder mehr Stetigkeit in seine Leistungskurve bringen kann, könnte auch für ihn die EM-Hürde machbar sein.

Zweimal acht Meter

"Ich denke, ich kann die EM-Vorgabe mit zwei Sprüngen über acht Meter schaffen", glaubt Weitspringer Peter Rapp. Der Vierte der U23-EM ist bereits einmal in den erlauchten Kreis der Acht-Meter Springer vorgestoßen, dennoch beklagt er seine Leistungsschwankungen. Um sie zu beheben, will das Tübinger Eigengewächs die Anlaufgestaltung und Sprinttechnik verbessern.

Das hoffnungsfrohe Tübinger Sextett komplettiert Sprinter Marius Broening. Für den WM-Teilnehmer ist die Situation unverändert. Als Staffel-Mitglied könnte für das dunkelhäutige Muskelpaket sogar eine Medaille in Göteborg herausspringen.

Bildergalerie

Filmon Ghirmai - Erst Studium, dann EM (Foto: Chai)

Peter Rapp will sich mit Weiten über acht Metern bestätigen (Foto: Gantenberg)

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