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20.08.2005 | Aktuell | Alexandra Neuhaus

Zwei siebte Plätze am Schlusstag in Izmir

Am Samstag, dem Finaltag der Universiade in Izmir (Türkei), blieben die deutschen Athleten im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Tina Kron (Uni des Saarlandes) knackte im Finale über 400 Meter Hürden in 56,10 Sekunden ihre persönliche Bestzeit und die 4x100-Meter-Staffel lief in 39,86 Sekunden auf Platz sieben. Die Highlights setzten am heutigen Tag andere.

Platz sieben für die adh-Sprintstaffel (Foto: Möldner)

Als Siegerin des 400 Meter Hürden-Laufes wurde Marina Shiyan (55,14 sec) geehrt. Die Russin verwies die beiden WM-Halbfinalistinnen Benedetta Ceccarelli (Italien; 55,22 sec) und Marta Chrust (Polen; 55,49 sec) auf die Plätze, während sich Tina Kron in 56,10 Sekunden auf Rang sieben kämpfte.

Bei den Männern bewies Kenji Narisako das beste Stehvermögen. Der Japaner blieb in 48,96 Sekunden als Einziger unter 49 Sekunden und ließ seinem Landsmann Takayuki Koike (49,75 sec) keine Chance. Dritter wurde der Jamaikaner Gregory Little in 49,77 Sekunden.

Drei Mal Gold für Wilson Busienei

Erfolgreichster Athlet der Weltspiele der Studierenden ist Wilson Busienei. Der schnelle Mann aus Uganda, der bereits Gold über 5.000 und 10.000 Meter in der Tasche hatte, entschied auch den Halbmarathon zu seinen Gunsten. In 1:03:47 Stunden rettete er sich mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Japaner Takayuki Tagami (1:03:48 h) über die Ziellinie. Bronze ging an den Marokkaner Fadil Mohamed (1:03:52 h).

Schnellste Frau über 21 Kilometer war Eum Jung Lee (Korea; 1:14:31 Stunden), die sich nur knapp gegen die Japanerin Ryoko Kizaki (1:14:34 h) durchsetzte. Auf Platz drei lief Jang Sonok (Nordkorea; 1:14:50 h).

Gute 800 Meter-Rennen

Eine gute Vorstellung lieferte die Russin Svetlana Klyuka über 800 Meter ab. In 2:00,80 Minuten brachte sie der Türkin Binnaz Uslu (2:01,42 min) eine Heimniederlange bei. Die Britin Marilyn Okoro wurde Dritte in 2:01,90 Minuten.

Über sich hinaus wuchs der Brasilianer Fabiano Pecanha, der in neuer Bestzeit von 1:46,01 Minuten ungefährdet zu Gold lief. Hinter ihm gab es einen spannenden Kampf um Silber, den der Türke Selahattin Cobanoglu (1:47,49 min) hauchdünn vor Maxim Adamovich (Russland; 1:47,50 min) für sich entscheiden konnte.

Deutsches Staffelquartett chancenlos

Italiens Staffelmänner um den Hallen-EM-Finalisten Simone Collio waren am heutigen Abend in 39,25 Sekunden nicht zu schlagen. Zweite des 4x100 Meter-Finals wurden die Japaner (39,29 sec) vor den Briten (39,41 sec). Die deutsche Staffel mit Hürdensprinter Florian Seibold (Uni Heidelberg), Weitspringer Peter Rapp (Uni Tübingen) und den beiden Sprintern Till Helmke (Uni Frankfurt) und Marius Broening (Uni Tübingen) blieb in 39,86 Sekunden im Rahmen des Möglichen und wurde Siebter. Schnellste Frauenstaffel waren die Russinnen in 43,62 Sekunden, gefolgt von Frankreich (43,73 sec) und Irland (44,69 sec).

Schnellste 4x400 Meter-Staffel der Männer war das Quartett aus Polen (3:02,57 min). Japan (3:03,20 min) und Russland (3:03,33 min) blieben die Plätze zwei und drei. Bei den Frauen setzten sich die Russinnen (3:27,47 min) knapp gegen die Staffel aus Polen (3:27,71 min) und die Ukraine (3:28,23 min) durch.

WM-Fahrer überzeugen bei Universiade

Erst im letzten Versuch fiel die Entscheidung in der Dreisprunggrube. Der Russe Alexander Sergeev sprang auf 16,72 Meter und verwies so Steven Shalders (Großbritannien; 16,67 m) auf den Silber-Rang. Dritter wurde der Ukrainer Mykola Savolainen (16,67 m).

Der WM-Zweite Vadim Devyatovskiy (Weißrussland) war im Hammerwurf das Maß aller Dinge. Mit 79,13 Metern verwies er die Konkurrenz um den Olympia-Dritten Esref Apak (Türkei; 76,18 m), der in Helsinki in der Quali scheiterte, und den Drittplatzierten Velery Sviatokha (Weißrussland; 74,71 m) deutlich in die Schranken.

Nach Blech in Daegu, Gold in Izmir

War Barbora Spotakova bei der letzten Universiade in Daegu (Südkorea) im Speerwurf noch Vierte, warf sie sich nun in Abstinenz der Offenburger Vize-Weltmeisterin Christina Obergföll, die auf ihren Start verzichtet hatte, mit 60,73 Metern zu Gold. Hinter der Tschechin, die bei der WM in Helsinki in der Qualifikationsrunde hängen geblieben war, gelang Ning Ma (China) eine neue Bestweite von 59,18 Metern vor der Südafrikanerin Justine Gail Robbeson (58,70 m).

Tomazs Majewski (Polen) gewann das Kugelstoßen mit guten 20,60 Metern. Damit stieß er 37 Zentimeter weiter als im WM-Finale, aus dem er als Neuntplatzierter hervorgegangen war. Taavi Peetre (Estland) kam mit 20,02 Metern auf Platz zwei vor dem Russen Anton Lyuboslavskiy (19,40 m).

Bildergalerie

Wilson Busienei war der erfolgreichste Leichtathlet der Universiade (Foto: Möldner)

Tina Kron lief immerhin eine neue persönliche Bestzeit (Foto: Möldner)

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