www.leichtathletik.de

23.02.2013 | Aktuell | Harald Koken

Mehr Unterstützung im Anti-Doping-Kampf gefragt

DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop hat erneut mehr Geld für Bekämpfung von Doping gefordert. Damit reagierte er am Samstag in Dortmund auch auf die aktuelle Studie der Deutschen Sporthilfe, in der Leistungssportler Dopingkonsum eingeräumt hatten.

Dr. Clemens Prokop fordert eine bessere Ausstattung NADA (Foto: Gantenberg)


Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Dr. Clemens Prokop, hat am Samstag mit Nachdruck eine finanziell bessere Ausstattung der Nationalen Anti-Doping Agntur (NADA) gefordert. "Sportinterne Kontrollsysteme sind offenkundig nicht in der Lage, dem Problem Herr zu werden", sagte Dr. Clemens Prokop zum Auftakt der Deutschen Hallen-Meisterschaften in Dortmund unter Berufung auf die am Mittwoch vorgelegte Studie der Deutschen Sporthilfe. In der anonymen Befragung von 1154 Spitzenathleten hatte 5,9 Prozent der Befragten den regelmäßigen Konsum von Dopingmitteln eingeräumt.

DLV-Vizepräsident Guenther Lohre ergänzte, die Studie habe zwar keine neuen Erkenntnisse gebracht, die Zahlen aber seien alarmierend. Der DLV könne aber mit Fug und Recht behaupten, für sauberen Sport zu stehen. "Wir sind ganz nahe am Athleten", sagte Guenther Lohre. Seit 2010 habe man einzelnen Kadergruppen Sportpsychologen und Ernährungsberater zugeordnet, um die Rahmenbedingungen zu verbessern. Außerdem sei der DLV bemüht, auch das berufliche Fortkommen seiner Athleten zu begleiten.

Leistungsträger dürfen durchatmen

Thomas Kurschilgen erklärte, dass einige Aushängeschilder des DLV in diesem Jahr Gelegenheit zum Durchatmen bekommen. "Im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio sollen sie sich psychisch und physisch erholen", sagte der Sportdirektor. "Nicht das optimal Mögliche herausholen, sondern das individuell Machbare", sei die Maxime. Nachwuchskräfte sollen in die A-Nationalmannschaft integriert und auf internationale Höhepunkte vorbereitet werden. So soll bei der Hallen-Europameisterschaft in Göteborg (Schweden, 1. bis 3.März) etwa ein Drittel der deutschen Mannschaft aus dem Junior-Elite-Team stammen.

2014 findet die Hallen-DM in Leipzig statt. Diese Entscheidung traf das DLV-Präsidium am Rande der Dortmunder Titelkämpfe. Mit der Bewerbung um die Europameisterschaft im Jahre 2018 in Berlin, sagte Dr. Clemens Prokop, setze man die Strategie fort, in jedem Jahrzehnt ein Großereignis auf deutschem Boden auszurichten. Mit Budapest (Ungarn) befinde sich ein weiterer Bewerber im Rennen. Die Entscheidung werde Anfang November getroffen. Im Mai tage das Council des Europäischen Leichtathletik-Verbandes EAA in Berlin.

Charity-Partner Plan vorgestellt

Wolfgang Porschen von der Kinderhilfsorganisation Plan, dem neuen Charity-Partner des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, überreichte DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop einen schmucken Schal mit dem Verbandslogo und dem Slogan "Kinder brauchen Fans".

Man habe sich zu der Partnerschaft mit dem Verband entschlossen, weil hier Solidarität und Fairness großgeschrieben würden, erklärte Wolfgang Porschen. Gemeinsam vorangebracht werden soll ein Projekt zur Verbesserung der Wasserqualität in Äthiopien.


"Kinder brauchen Fans": Wolfgang Porschen (links) und Dr. Clemens Prokop (Foto: Gantenberg)

Unterstützt durch:

Top Events

Team-EM 2014
Braunschweig (21./22. Juni)

Erdgas Mehrkampf-Meeting
Ratingen (28./29. Juni)

DM 2014
Ulm (26./27. Juli)

ISTAF 2014
Berlin (31. August 2014)

German Meetings e.V.

Sei dabei!