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22.01.2011 | Aktuell | Steffi Geihs

Bayerische Athleten melden Ansprüche an

Am ersten Tag der Bayerischen Hallen-Meisterschaften zeigten vor allem die Weitspringer in der Münchner Werner-von-Linde-Halle ihre Klasse. Am Samstag gewann Oliver Koenig (LG Stadtwerke München) trotz technischer Probleme mit 7,53 Metern, Michelle Weitzel (LG Telis Finanz Regensburg) kam mit 6,47 Metern nah an ihre Bestleistung heran.

Oliver Koenig ist wieder im Anflug (Foto: Kiefner)


Oliver Koenig bewies, dass in dieser Saison mit ihm zu rechnen ist. Nach der Verletzung aus dem Vorjahr ist der Athlet der LG Stadtwerke München wieder fit: „Der Fuß hält, meine Trainingswerte sind hervorragend.“ Trotzdem war er mit seiner Leistung von 7,53 Metern nicht zufrieden. „Ich konnte technisch nicht umsetzen, was ich eigentlich drauf habe“, erklärte er. Vor allem bei der Landung verschenkte er zwanzig bis dreißig Zentimeter. Aber wenn alles perfekt läuft, dann traut er sich die Qualifikationsweite von 7,90 Meter für die Hallen-Europameisterschaften in Paris (Frankreich; 4. bis 6. März) durchaus zu.

Bei den Frauen siegte Michelle Weitzel (LG Telis Finanz Regensburg) mit 6,47 Metern. Damit lag sie nur acht Zentimeter unter der Hallen-EM-Norm. Trotzdem war sie nach dem Wettkampf glücklich: „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Sprüngen. Die Serie war gut und der Anlauf hat super gepasst.“ Auch für die Deutschen Hallen-Meisterschaften zeigte sie sich zuversichtlich. Hier möchte sie vor allem ihre Hallen-Bestleistung von 6,50 Metern übertreffen.

Marius Broening hofft auf die EM-Qualifikation

Den ersten bayerischen Meistertitel seiner Karriere gab es für Marius Broening (LG Stadtwerke München). Mit seiner Leistung von 6,81 Sekunden war er jedoch nicht ganz zufrieden. „Ein Sieg ist schon okay, aber die Zeit ist nicht so toll.“ Ihm fehlte die Konkurrenz, vor allem sein Vereinskollege Tobias Unger, der wegen einer Wadenzerrung absagen musste.

Marius Broening will nach Paris (Foto: Kiefner)


Nun hat Marius Broening die Hallen-Europameisterschaften als Ziel. „Es wäre toll, dort dabei zu sein“, sagte er. Aber er sieht die Situation realistisch: „Dazu müsste ich schon noch ein bisschen schneller laufen.“

Corinna Harrer im Endspurt

Ein gut besetztes Feld sorgte für Spannung im 3.000 Meter-Rennen der Frauen. Corinna Harrer (LG Telis Finanz Regensburg), Teilnehmerin der U20-Weltmeisterschaften, übernahm von Anfang an die Führung des Spitzenteams. Zu viert gingen die Frauen in die letzte Runde. Im langen Spurt konnte sich Corinna Harrer (9:33,18 min) knapp vor Susi Lutz (LG Telis Finanz Regensburg; 9:33,54 min) und Agata Strausa (LAC Quelle Fürth; 9:34,01 min) durchsetzen.

Auch über die 800 Meter der Männer gab es ein schnelles Rennen. Florian Orth von der LG Telis Finanz Regensburg gewann in 1:49,91 Minuten.

Jubel bei den Stabhochspringern

Für den größten Jubel des Tages sorgte Stabhochspringer Lucas Schwaiblmair. Der junge Athlet vom TSV Gräfelfing holte sich in Abwesenheit von Malte Mohr, Tim Lobinger und Fabian Schultze (alle LG Stadtwerke München) nicht nur den Titel, sondern überquerte zum ersten Mal in seiner Karriere die magische Höhe von fünf Metern.

„Es hat sich schon vor einiger Zeit im Training angedeutet, dass ich so hoch springen kann“, erzählte er nach seinem Wettkampf. Doch fast zwei Jahre musste er warten, um nun endlich die Fünf vorm Komma stehen zu haben.

Bildergalerie

Falko Zauber (Foto: Kiefner)

Marius Broening (Foto: Kiefner)

Corinna Harrer (Foto: Kiefner)

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