26.01.2003 | Aktuell | Peter Middel
Melanie Paschke wieder da - Titel über 200 Meter
Nach den Europameisterschaften in München wollte Melanie Paschke (TV Wattenscheid) zunächst ihre Spikes an den Nagel hängen. Die EM-Fünfte über 100 Meter besann sich jedoch eines anderen. Bei den Westdeutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund trat sie wieder in Erscheinung und setzte sich über 200 Meter souverän in 23,76 Sekunden vor Sandra Möller (LG Olympia Dortmund, 24,07 sec) durch.
Melanie Paschke ist noch nicht bereit zum Rücktritt (Foto: Chai)
"Es haben viele Gründe eine Rolle gespielt, weshalb ich nun weitermache. Ausschlaggebend war unter anderem auch das Finanzielle. Wenn man so lange wie ich Leistungssport betrieben hat, ist es schwierig, beruflich wieder Fuß zu fassen", sagte die gelernte Chemielaborantin, die sich auch so besser um ihre dreijährige Tochter Antonia kümmern kann.
Edorh und Sprenger sicher
Im 60-Meter-Hürdensprint gefiel Claude Edorh (LT DSHS Köln), der in 7,94 Sekunden sicher vor David Filipowski (TV Wattenscheid, 7,99 sec) und Jörn Lichtenhagen (Bayer Leverkusen, 8,05 sec) lag. Bei den Damen fühlte sich Juliane Sprenger (LG Kindelsberg Kreuztal) nach einer harten Trainingswoche ziemlich "platt". Dennoch reichte ihr Einsatz zu einem sicheren Erfolg in 8,30 Sekunden vor Jennifer Komoll (LT DSHS Köln, 8,41 sec) und Kathrin van Bühren (Kevelaerrer SV, 8,75 sec).
Im Stabhochsprung meisterte die noch zur Jugendklasse zählende Silke Spiegelburg (TV Lengrich) respektable 4,00 Meter und verbesserte damit ihre eigene Hallenbestleistung um zehn Zentimeter.
Recht gut aufgelegt zeigte sich auch Rudolf Helpling (LT DSHS Köln), der im Dreisprung mit 16,03 Meter Gesim Couvatsis (BV Teutonia Lanstrop, 15,50 m) klar das Nachsehen gab.
Peter Middel