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26.12.2002 | Aktuell | fc/ck/kc

Die leichtathletik.de-Top Ten 2002 - national

Der Dezember ist der Monat der Ehrungen, Rückblicke, Wahlen und Hitlisten. Also haben auch wir uns noch einmal den Kopf zerbrochen und wieder in einem kleinen redaktionsinternen "Blitz-Voting" unsere Top Ten, diesmal des Leichtathletik-Jahres 2002 national und international, ermittelt. Das Ergebnis spiegelt sicherlich eine interessante Mischung aus objektiven und subjektiven Eindrücken des Leichtathletik-Jahres 2002 wider.

Wie selbstverständlich führt Europameister Ingo Schultz die Top 10 an (Foto: Chai)

DIE leichtathletik.de - TOP TEN 2002 – NATIONAL

Ingo Schultz (400m)
Daran, dass der Europameister an der Spitze dieser Liste stehen würde, gab es keinen Zweifel. Das einzige Einzelgold für das DLV-Team, bei insgesamt 18 beachtlichen Medaillen, spricht eine klare Sprache. Dass Ingo Schultz darüber hinaus noch ein sympathischer Leistungsträger ist und eine tolle Saison hatte, tut sein Übriges.

Grit Breuer (400m)
Die Magdeburgerin hat sich ihren Platz mit an der Spitze dieser Top Ten redlich verdient, ließ sie sich doch von ihren ganzen Verletzungen und Rückschlägen wieder einmal nicht aus der Bahn werfen und war zur Europameisterschaft in München voll da. Ihre Staffelschlussrunde verursacht heute noch Gänsehaut. Das Silber im Einzelrennen wollen wir natürlich nicht unterschlagen.

Annika Becker (Stabhoch)
Auch wenn der hessische Rotschopf nach dem EM-Finale, das sie ohne Medaille verließ, zunächst einmal abendlichen Frust schob, hat sich Annika Becker in diesem Jahr mit ihrem atemberaubenden Europarekord von 4,77 Metern bei den Deutschen Meisterschaften im Wattenscheider Lohrheidestadion in den Blickpunkt geschoben. Beim Weltcup in Madrid zeigte sie dann als Siegerin im Duell mit der Russin Svetlana Feofanova, was sie auch international auf höchstem Level zu leisten vermag.

Sabine Braun (Siebenkampf)
Nicht leise, sondern mit dem zweiten Platz bei der Europameisterschaft in München verdammt laut hat Siebenkämpferin Sabine Braun "Tschüß" gesagt und sich aus der deutschen Leichtathletik verabschiedet. Ihr Dank für diesen würdigen Abschluss galt auch dem Münchner Publikum. 6.434 Punkte waren in ihrem letzten Mehrkampf eine grandiose Leistung!

Lars Börgeling (Stabhoch)
Frisch und frei, fröhlich und unaufhaltsam unterhaltsam stürmte Lars Börgeling in die Weltspitze. Vom Geheimtipp der Insider mauserte er sich zum Newcomer und Vorzeigeathleten, dekoriert mit Silber bei der EM in München und Bronze bei der Hallen-EM in Wien. Mehr davon, Lars!

Ralf Bartels (Kugelstoßen)
Der Neubrandenburger war die erste Überraschung aus deutscher Sicht bei der Europameisterschaft in München. Bei niederprasselndem Regen holte er sensationell Bronze. Danach wusste er selbst nicht so recht, wie ihm geschieht. Aber auch an den Medienrummel wird sich Ralf Bartels, der auf eine glänzende Saison zurückblickt, noch gewöhnen.

Dieter Baumann (10.000m)
Für den Tübinger war es das Jahr eins nach seiner viel diskutierten Dopingsperre. Inzwischen haben sich die Wogen einigermaßen geglättet und der Sport gibt wieder den Ton an. Und wie! Als Zweiter vereitelte er in München den EM-Doppelsieg der Spanier und auch sein Erfolg bei der European 10.000 Meter Challenge in Camaiore ist uns bestens in Erinnerung geblieben.

Steffi Nerius (Speer)
Endlich hat es zu einer internationalen Medaille gereicht für die sympathische Leverkusenerin, die so oft vom Pech verfolgt war. Im Münchner Olympiastadion musste sie sich nur der Griechin Mirela Manjani geschlagen geben und auch ihr Ticket zum Grand-Prix-Finale in Paris unterstreicht ihre Leistungsdichte in diesem Jahr.

Floe Kühnert (Stabhoch)
Floe Kühnert ist die dritte Athletin aus dem leistungsstarken Stabhochsprunglager in dieser Aufstellung und sie steht für den deutschen Nachwuchs. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Jamaika, einer riesigen farbenfrohen Leichtathletik-Party, sprang sie zum Sieg und durfte sich von keinem Geringeren als Ex-Überflieger Sergej Bubka gratulieren lassen. Wenn das mal nicht motiviert...

Heike Meißner (400m Hürden)
Einzelne Experten hatten sie auf der Medaillenrechnung, für viele kam aber ihre Silbermedaille bei der Europameisterschaft in München doch immens überraschend. Wie sie den Spagat zwischen ihrem Job als Grundschullehrerin und dem Leistungssport, der ihr eine Menge bedeutet, meistert, ist alle Anerkennung wert, zumal sie auch eine ist, die sich von Verletzungen und Rückschlägen nicht beeindrucken lässt!

Die leichtathletik.de-Top Ten 2002 - international

Bildergalerie

Sabine Braun war zum Ende ihrer Laufbahn noch einmal richtig spitze! (Foto: Kiefner)

Junioren-Weltmeisterin Floe Kühnert steht für den Nachwuchs (Foto: Chai)

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