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24.01.2008 | Aktuell | Anja Herrlitz

Mehrkämpferinnen konzentrieren sich auf Olympia

Fast alle deutschen Top-Siebenkämpferinnen sind am kommenden Wochenende bei den Hallen-Mehrkampfmeisterschaften in Frankfurt am Start. Für die meisten sind die Titelkämpfe allerdings nur eine Durchgangsstation: Alles konzentriert sich in diesem Jahr auf die Olympischen Spiele im Sommer.

Lilli Schwarzkopf und Sonja Kesselschläger treffen in Frankfurt aufeinander (Foto: Gantenberg)


Nicht am Start ist die Leverkusenerin Jennifer Oeser, zweitbeste deutsche Mehrkämpferin des vergangenen Sommers. „Sie hatte im Dezember Probleme mit dem Fuß“, berichtet DLV-Disziplintrainer Klaus Baarck. „Es bestand der Verdacht auf einen Ermüdungsbruch. Um die Sommersaison nicht zu gefährden, verzichtet Jennifer auf alle Starts in der Halle.“

Insgesamt erwartet Klaus Baarck keine Wunder-Ergebnisse von den deutschen Siebenkämpferinnen. „Die Hallensaison spielt in diesem Jahr eine untergeordnete Rolle, alles ist auf den Sommer ausgerichtet“, stellt er klar. „Die Deutschen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften sind dabei nur eine Zwischenstation. Hier können wir sehen, wie das Wintertraining angeschlagen hat. Vorrangig geht es um Einzelleistungen in den fünf Disziplinen und nicht um das Gesamtergebnis.“

Fünfkampf im doppelten Sinn

Sonja Kesselschläger (SC Neubrandenburg) schließt einen Start bei der Hallen-WM in Valencia (Spanien; 7. Bis 9. März) allerdings nicht aus. Da sie nicht zu den besten vier internationalen Siebenkämpferinnen des letzten Jahres gehört, müsste sich die 30-Jährige als eine der vier Punktbesten dieses Winters für die Welttitelkämpfe unter dem Hallendach qualifizieren. „Wenn ein gutes Ergebnis zustande kommt, wird sie fahren“, sagt ihr Heimtrainer Klaus Baarck. „Aber wir haben nicht speziell daraufhin trainiert.“ Zum internationalen Mehrkampf-Meeting in Tallinn (Estland) wird hingegen keine der deutschen Athletinnen reisen.

Beim Fünfkampf in Frankfurt Kalbach könnte es am Wochenende indes einen spannenden Wettkampf geben. „Fünf Athletinnen können gewinnen“, sagt Klaus Baarck und meint damit neben seinen Schützlingen Sonja Kesselschläger und Julia Mächtig (beide SC Neubrandenburg) die Paderbornerinnen Lilli Schwarzkopf und Claudia Tonn sowie Christine Schulz aus Leverkusen.

„Lilli liegt eventuell ein kleines bisschen vor den anderen. Es fehlt mit dem Speerwurf zwar ihre stärkste Disziplin, aber sie hat die wenigsten Schwächen“, meint der Disziplintrainer. „Dahinter liegt das Feld sehr nah beisammen.“ Ein harter Kampf um die Medaillen kündigt sich an, der die Frauen vielleicht doch zu besseren Leistungen treibt als zunächst angenommen.

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