24.01.2008 | Aktuell | Holger Schmidt
Langer Weg nach Peking beginnt in Sindelfingen
Der nationale Leichtathletik-Höhepunkt findet in diesem Winter mit den Deutschen Hallenmeisterschaften am 23. Und 24. Februar im Sindelfinger Glaspalast statt. „Die deutsche Hallen-Leichtathletik 2008 spricht schwäbisch“, betonte Fred Eberle, Vizepräsident des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes, anlässlich einer Pressekonferenz in Sindelfingen. Es sind die insgesamt 25. deutschen Hallentitelkämpfe, die seit 1975 in der Daimlerstadt zur Austragung kommen.
Sven-Eric Hahn peilt eine Weite um 19,50 Meter an (Foto: Chai)
Beim Heimspiel möchte der Gastgeber-Verband natürlich glänzen und
zusammen mit dem Hausherrn VfL Sindelfingen das 2007er-Ergebnis toppen. Das ist
indes kein allzu schwieriges Unterfangen, gewannen die Württemberger doch im
vergangenen Jahr in Leipzig gerade einmal vier Medaillen, darunter keine
einzige Plakette aus Gold. Lange her sind die Zeiten, als allein der VfL
Sindelfingen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 1999 in Karlsruhe mit vier
Titeln (800 m und 60 m Hürden Frauen, 200 und 4x200 m Männer) glänzte.
2007 waren es immerhin drei Bronzemedaillen. Eine davon holte
Kugelstoßer Sven-Eric Hahn. Der legte zu Saisonbeginn vor einer Woche in
Nordhausen mit neuer Drehstoßtechnik 18,93 Meter vor. „Bei der Deutschen
Hallenmeisterschaft 2008 will ich besser sein als im vergangenen Jahr“,
verkündet der Zwei-Meter-Riese selbstbewusst. Um die 19,50 Meter müsse man
dafür stoßen. Das kann auch Vereinskamerad Marco Schmidt, im Juli in Erfurt
Dritter der letzten nationalen Freilufttitelkämpfe.
Andreas Dengler will den Heimvorteil nutzen
Ebenfalls Bronze sicherte sich überraschend vor einem Jahr unter dem
Hallendach des VfL Sindelfingen Hürdensprinter Andreas Dengler. Nach
verletzungsbedingtem Totalausfall des Sommers ist der 27-Jährige rechtzeitig
zur Meisterschaft in der eigenen Halle wieder fit. Mit 7,87 Sekunden blieb er
beim Sindelfinger Hallenmeeting am vergangenen Samstag nur um drei Hundertstelsekunden
über seiner Bestleistung. „Der Heimvorteil spielt eine Rolle“, sagt Andreas
Dengler, der sich durchaus zutraut, den 2007er-Erfolg zuhause wiederholen zu
können.
Neben den Kugelstoßern und dem Hürdensprinter baut Sindelfingens
Abteilungsleiter Markus Graßmann vor allem auf die 4x400-Meter-Staffel. Wie die
Sindelfinger Viertelmeiler und alle anderen baden-württembergischen
Top-Athleten in Schuss sind, zeigen bereits am kommenden Wochenende die
Landesmeisterschaften, die - wo sonst? - im Sindelfinger Glaspalast zur
Austragung kommen und eine Art letzte Generalprobe für die Deutsche
Hallenmeisterschaft sind.