Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass lange nachweislich bekannt ist, dass z.B. Gewichtheber, selbst die schweren Jungs, auf den ersten 20-30m eminent schnell sind und auch eine "erstaunliche" Sprungkraft haben, und das, obwohl sie kein Sprint-und Spungtraining betreiben.
Stimmt! Und stimmt nicht ganz. Sprungkraft wurde früher doch gezielt trainiert, nur mit einfachen Mitteln.
Damals sprang ein Gewichtheber der Sowjetischen Mannschaft im Weitsprung über 8 Meter. Konnte manche Weitspringer ersetzen. Viel Spaß beim Grübeln an den Trainingsmethoden.
Wir testen zurzeit Sprintübungen neuer Generation (aus der Zukunft) (kein Holzbein). Echt Geil, hoch koordinativ. Bin gespannt was kommt.
Sie sind nicht angemeldet
decathlonitis
Benutzer | Beiträge: 1016
Fr 30.03.2012 um 11:54:38
Re: FT-Fasern, Sprint und Athletenalter
So erstaunlich ist das nicht. Der positive Einfluss hoher Maximalkraftfähigkeiten auf die Beschleunigungsleistung im Sprint wurde schon mehrfach nachgewiesen. Insbesondere auf den ersten Metern, wo zunächst die Trägheit des eigenen Körpers überwunden werden muss (=hoher zu überwindender Widerstand), sind diese leistungsbestimmend. Die Korrelationen der Sprintzeiten über 30 m mit entsprechenden Kraftparametern insbesondere der Streckerkette liegen in der Regl im Bereich von 0.7 oder höher. Das jemand mit der Muskelmasse wie Levrone über sehr hohe Maximalkraftfähigkeiten verfügt dürfte klar sein, auch wenn sein Training als BBler nicht ausschließlich auf deren Erhöhung ausgelegt ist. Die "Sprintkraft" auf den ersten Metern ist also alles andere als außergewöhnlich. Um es mal etwas überspitzt zu formulieren: jeder der etwas Kraft hat kann gut Beschleunigen. Allerdings ist dies noch lange kein Kriterium für eine gute Sprintzeit in der Leichtathletik. Hier ist vor allem entscheiden wie weit man beschleunigen kann und welche Höchstgeschwindigkeit erreicht wird. Das lässt sich dann nicht mehr durch einfaches Erheben des Maximalkraftniveaus erreichen. Gruß
Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass lange nachweislich bekannt ist, dass z.B. Gewichtheber, selbst die schweren Jungs, auf den ersten 20-30m eminent schnell sind und auch eine "erstaunliche" Sprungkraft haben, und das, obwohl sie kein Sprint-und Spungtraining betreiben. Allein das reicht nicht aus, um dann in der Leichtathletik in den spezifischen Disziplinen und Distanzen auf höherer Leistungsebene einen Blumentopf zu gewinnen. Das kann nur heißen, Krafttraining richtig eingesetzt, ist zwar gut und fördernd, aber dazu gehören eben die weiteren, spezifischen (vielfach bekannten und genannten) Parameter zur Verbesserung der Sprint-und Sprungkraft.
Über diesen Bogen hinaus würde mich interessieren, woher der Springbock seine sensationellen Sprint-und Sprungleistungen bezieht, und wie man als Mensch davon provitieren kann? deca
Sie sind nicht angemeldet
dieterkoehl
Benutzer | Beiträge: 69
Fr 30.03.2012 um 11:44:22
Re: FT-Fasern, Sprint und Athletenalter
... durch welche Trainingsmethoden haben denn die alle sich so schnell gemacht. Welche heimliche Kraftübungen machen die denn im Verborgenen? Machen die auch Hütchenspiele wie manche Sprinter? Oder laufen die auch asymmetrisch wie mit einem Holzbein um noch schneller zu werden? Habe mehr Fragen als Antworten... Wlad
nur wegen des schönen Foto's, zum Training der Super-Sprinter
bei manchen Trainingseinheiten stehn dem Kleinen die Haare zu Berge ..
Grüßle
Sie sind nicht angemeldet
Solos
Benutzer | Beiträge: 334
Fr 30.03.2012 um 11:23:13
Re: FT-Fasern, Sprint und Athletenalter
Na krass finde ich einfach nur den Fakt, dass er mit dieser Masse (auch wenns Muskeln sind), die er bewegen muss, dennoch schneller ist, als so ziemlich viele Ü30 Sprinter, die nur halb soviel wiegen. Um das doppelte an Masse auf die Speed zu bekommen, muss 4x mehr Energie aufgewendet werden. Und dass er irgendwelche Sachen einwirft, steht wohl ausser Frage - ich wollte Levrone nicht als Optimalfall bezeichnen. Mal ganz abgesehen davon, dass Chambers auch kein Kind von Traurigkeit ist Ich fand es einfach nur erstaunlich, was so ein Gigant und dann auch noch OHNE reales Sprinttraining an Geschwindigkeit rausholen kann.
So erstaunlich ist das nicht. Der positive Einfluss hoher Maximalkraftfähigkeiten auf die Beschleunigungsleistung im Sprint wurde schon mehrfach nachgewiesen. Insbesondere auf den ersten Metern, wo zunächst die Trägheit des eigenen Körpers überwunden werden muss (=hoher zu überwindender Widerstand), sind diese leistungsbestimmend. Die Korrelationen der Sprintzeiten über 30 m mit entsprechenden Kraftparametern insbesondere der Streckerkette liegen in der Regl im Bereich von 0.7 oder höher.
Das jemand mit der Muskelmasse wie Levrone über sehr hohe Maximalkraftfähigkeiten verfügt dürfte klar sein, auch wenn sein Training als BBler nicht ausschließlich auf deren Erhöhung ausgelegt ist. Die "Sprintkraft" auf den ersten Metern ist also alles andere als außergewöhnlich. Um es mal etwas überspitzt zu formulieren: jeder der etwas Kraft hat kann gut Beschleunigen.
Allerdings ist dies noch lange kein Kriterium für eine gute Sprintzeit in der Leichtathletik. Hier ist vor allem entscheiden wie weit man beschleunigen kann und welche Höchstgeschwindigkeit erreicht wird. Das lässt sich dann nicht mehr durch einfaches Erheben des Maximalkraftniveaus erreichen.
Gruß
Sie sind nicht angemeldet
c0cllc
Benutzer | Beiträge: 55
Fr 30.03.2012 um 10:45:14
Re: FT-Fasern, Sprint und Athletenalter
Na krass finde ich einfach nur den Fakt, dass er mit dieser Masse (auch wenns Muskeln sind), die er bewegen muss, dennoch schneller ist, als so ziemlich viele Ü30 Sprinter, die nur halb soviel wiegen. Um das doppelte an Masse auf die Speed zu bekommen, muss 4x mehr Energie aufgewendet werden.
Und dass er irgendwelche Sachen einwirft, steht wohl ausser Frage - ich wollte Levrone nicht als Optimalfall bezeichnen. Mal ganz abgesehen davon, dass Chambers auch kein Kind von Traurigkeit ist Ich fand es einfach nur erstaunlich, was so ein Gigant und dann auch noch OHNE reales Sprinttraining an Geschwindigkeit rausholen kann.
Sie sind nicht angemeldet
Hallo an alle
Benutzer | Beiträge: 1957
Fr 30.03.2012 um 10:14:04
Re: FT-Fasern, Sprint und Athletenalter
...Na krass finde ich jedenfalls den 60m Sprint zwischen Dwayne Chambers und Kevin Levrone (Bodybuilder) vor einpaar Jahren. Der Levrone war bestimmt doppelt so schwer wie Chambers, aber auf den ersten 10-15 Metern konnte er gut mithalten....
Was ist krass daran? Übrigens: Sprints sind i.d.R. länger als 10-15m :-) Krass empfinde ich die Optik von Levrone. Für meinen Geschmack unästhetisch. Und vermutlich sind die Muskel nicht auschschließlich Trainings-Ergebnis. Es ist zu lesen, dass er in der Lage war, in 5 Monaten 20kg Muskulatur ANZUTRAINIEREN. Leber und andere Organe lassen schön grüßen.
Sie sind nicht angemeldet
c0cllc
Benutzer | Beiträge: 55
Fr 30.03.2012 um 09:51:34
Re: FT-Fasern, Sprint und Athletenalter
Na krass finde ich jedenfalls den 60m Sprint zwischen Dwayne Chambers und Kevin Levrone (Bodybuilder) vor einpaar Jahren. Der Levrone war bestimmt doppelt so schwer wie Chambers, aber auf den ersten 10-15 Metern konnte er gut mithalten.
Kann mir also auch gut vorstellen, dass so ein Leopard auf den ersten Metern vielleicht sogar schneller als ein Gepard ist.
Sie sind nicht angemeldet
Diskusmann
Benutzer | Beiträge: 1482
Fr 30.03.2012 um 09:24:40
Re: FT-Fasern, Sprint und Athletenalter
...Eine Kraftübung bei dem schnellsten Tier namens Gepard habe ich abgeschaut. Das ist: Schnelles raufklettern mit der Beute auf die Bäume. Mehr weisischouchnischt. Weis jemand mehr? ...
Ja, ich weiß mehr, zumindest zu Geparden und ihrem Jagdverhalten. Dazu gehört auf jeden Fall nicht, dass sie Beute auf Bäume schleppen würden. Das könnten sie ihrer Physiognomie wegen schon gar nicht, sie sind nämlich im Gegensatz zu anderen Raubkatzen eher zierlich, einfach zu schwach. Daher verschlingen sie innerhalb kürzester Zeit eine reichliche Menge ihrer Beute, da sie nicht einmal in der Lage sind, diese gegen Konkurrenten wie andere Raubkatzen oder Hyänen zu verteidigen. Die Beuteverschlepper sind LEOPARDEN, die springen und klettern in der Tat mit ihrer Beute in Bäume und verkeilen sie in Astgabeln. Leoparden sind allerdings nicht einmal annähernd so schnell wie Geparden. Womit Dein Denkansatz, einen Zusammenhang zwischen Schnelligkeit und Beute in Bäumen schleppen her zu stellen, wohl ins Leere führt...
U.M., www.diewerfer.de
Sie sind nicht angemeldet
Hallo an alle
Benutzer | Beiträge: 1957
Fr 30.03.2012 um 08:35:50
Re: FT-Fasern, Sprint und Athletenalter
... falch geschrieben....
Stimmt
Sie sind nicht angemeldet
Wlad
Benutzer | Beiträge: 707
Fr 30.03.2012 um 00:21:22
Re: FT-Fasern, Sprint und Athletenalter
Na dann: Nastrovje ..
Guter Beitrag zur Sache, nur falch geschrieben. Richtig wäre: Na Sdorowje. Sdorowje gleich Gesundheit. Unbezahlbar bei uns Menschen und überlebenswichtig bei den schnellen Tieren.