... Beim "kantigen" Balken stimme ich mit @Gertrude überein. Jedoch glaube ich, dass eine Rundung ein "Rutschen" nach oben fördert und für die Kampfrichter ein Regelverstoß schwer erkennbar ist. Was an den Wurfgeräten "nach DIN" verbessert (u.a. Verletzungsgefahr mindert) werden könnte, da lasse ich mich mal überraschen.
Ich würde eh´ eine Probephase bei Neueinführungen befürworten.
Das nur nebenbei: Ich habe gerade aus Kanada einen Anruf von Amelie Koloska (USC Mainz) bekommen. Es war einfach schön - wie früher.
Gertrude
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Javeling
Benutzer | Beiträge: 2355
Do 29.09.2011 um 18:01:21
Re: DIN Normen
Hallo Gertrude, recht hast du, wenn du sagst, dass es schön ist, dass Fachleute von der Basis mit einbezogen werden. Ich denke du machst aber den Fehler und greifst dir Extrembeispiele raus. Deine Vorschläge hören sich in der Theorie sehr gut an, sind aber nicht finanzierbar. Und ehrlich gesagt, will ich nicht noch mehr Regeln
>>> Lieber Prometheus, man kann natürlich nicht alles umrüsten. Es handelt sich sicherlich um machbare Neuanschaffungen. Dass man sich Gedanken über die Vermeidung von gravierenden Verletzungen macht und diese ausschließen möchte, halte ich für gut. Man kann natürlich nicht für jede Gefahr etwas entwickeln. Beim Kugelstoßen stellt der glitschige Balken bei Regen schon ein erhebliches Verletzungsrisiko dar. Die Kanten sind beim Balken auch sehr gefährlich, was einige Spitzenkugelstoßerinnen leider bitter bezahlten mussten. Dass man sich Gedanken über Verbesserungen macht, ist angebracht.
>>>> Es geht beim Kugelstoßbalken nicht primär um das Hängenbleiben, sondern um das Fallen auf die spitzen Kanten. Etwas Rundung täte gut!.....Natürlich kann man nicht jedes Risiko ausschalten; aber wenn es Möglichkeiten der Minimierung gibt, halte ich es für angebracht, sich Gedanken darüber zu machen....<<< Gertrude
Es gibt wohl kaum etwas, was nicht verbessert werden kann/könnte. Das wussten schon unsere Vorfahren.....damals in den Höhlen. Ob eine "Umrüstung /Verbesserung" immer wegen "Vermeidung" von Verletzungen etc. geschieht, das bezweifle ich. Oft stecken wirtschaftliche Gründe dahinter. Beim "kantigen" Balken stimme ich mit @Gertrude überein. Jedoch glaube ich, dass eine Rundung ein "Rutschen" nach oben fördert und für die Kampfrichter ein Regelverstoß schwer erkennbar ist. Was an den Wurfgeräten "nach DIN" verbessert (u.a. Verletzungsgefahr mindert) werden könnte, da lasse ich mich mal überraschen.
Heinz Engels, Mainz
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Jogo
Benutzer | Beiträge: 46
Do 29.09.2011 um 10:03:59
Re: DIN Normen
Alles schön und gut mit Standardisierung. Aber die Geräte sind INTERNATIONAL reglementiert und vorgegeben. Was nützt dann eine DIN? Wenn die deutschen Hersteller die Geräte nach deutschen (Sicherheits-)Vorgaben herstellen, evtl. zu Vorgängermodellen abändern müssen und damit teurer werden, kommt ein ausländischer Preiswert-Anbieter und baut nach IAAF-Rules auf! Außerdem stelle ich mit Anlagen nach DIN, die von den IAAF-Vorgaben abweichen, eventuelle Leistungen und Rekorde auf diesen in Frage und es hagelt Proteste! Vielleicht wäre es schon mal besser, wenn sich Hersteller und Anbieter überhaupt erstmal genauer an die IAAF-Vorgaben halten. Wie kann es sonst sein, dass ich einen neuen Speer kaufe und dann nicht durch die nächste Kontrolle bekomme?
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Gertrude
Benutzer | Beiträge: 2817
Mi 28.09.2011 um 16:14:58
Re: DIN Normen
Hallo Gertrude, recht hast du, wenn du sagst, dass es schön ist, dass Fachleute von der Basis mit einbezogen werden. Ich denke du machst aber den Fehler und greifst dir Extrembeispiele raus. Deine Vorschläge hören sich in der Theorie sehr gut an, sind aber nicht finanzierbar. Jeder Verein, jede Stadt müsste tausende Euros in die Umrüstung der Stadien investieren. Im allgemeinen muss man sagen: Das Leben ist lebenswert, aber auch lebensgefährlich. Will sagen: Es kann immer was passieren, was man nicht verhindern kann. Wir sind als Kinder früher auf hohe Bäume geklettert, manchmal ist was passiert. Aber deswegen haben unsere Eltern nicht gesagt: Wir müssen die Bäume mit Plastik umwickeln, damit sich unsere Kinder nicht weh tun (übertriebenes, humoreskes Beispiel) Oder ich kann auch am Bordstein an der Straße umknicken und mir einen Bänderriss zuziehen, deswegen stelle ich aber nicht den Bordstein in Frage. Da muss ich dann den Fehler bei mir selbst suchen. Ich versuche jetzt mal zu allen deinen Punkten eine (z.T. übertriebene) Gegenposition zu formulieren, dass du siehst, dass es sich um Spezialfälle handelt, wo man nie ganz die Verletzungsgefahr ausschließen kann: 1. An einer Gummi-Ummantelung vom Abstoßbalken kann man leichter hängenbleiben als an einer glatten Oberfläche. Zumal die Kugelstoßer alle Schuhe mit Gummifläche haben. Gummi auf Gummi hat einen großen Reibungskoeffizient. Der Kugelstoßer bleibt beim Übertreten hängen und fällt auf die Nase 2. Die meisten schweren Unfälle beim Hürdenlauf passieren doch, wenn man mit dem NZB an der Hürde hängen bleibt und dann der Länge nach auf die Bahn klatscht. Spezialschaumstoffkanten sind zwar patent, aber wieviele tausend Hürden müssten umgerüstet werden. Wer sich das für seine Trainingshürden leisten kann ist im Vorteil. Man darf es aber nicht als DIN für alle vorschreiben 3. Auf dem Rasen fällt es sich leichter als auf der Bahn. Alle Anlagen müssten umgerüstet werden. 4. Grundsätzlich eine gute Idee, aber was ist mit den Springern, die in die Latte reinspringen ohne richtig abzuspringen, sie quasi schon mit den händen wegschleudern wollen. Bei Umlenkbügeln geht das nicht, der Springer würde mit voller Wucht in eine feststehende Latte springen 5. Vielleicht sollten Staffelstäbe eckig sein, damit sie nicht in fremde Bahnen rollen können, wenn ein Läufer den Stab fallen lässt ;-) 6. Wenn dir die Spikes-Dornen gefährlich erscheinen, müsste man wieder auf normale Turnschuhe umsteigen. Die sind bei nassen Wetter aber gefährlich und können Massenstürze verursachen. Du siehst, es gibt überall Probleme und Verletzungsgefahren, die man nie ausschließen kann. Und ehrlich gesagt, will ich nicht noch mehr Regeln
Lieber Prometheus,
man kann natürlich nicht alles umrüsten. Es handelt sich sicherlich um machbare Neuanschaffungen. Dass man sich Gedanken über die Vermeidung von gravierenden Verletzungen macht und diese ausschließen möchte, halte ich für gut. Man kann natürlich nicht für jede Gefahr etwas entwickeln.
Beim Kugelstoßen stellt der glitschige Balken bei Regen schon ein erhebliches Verletzungsrisiko dar. Die Kanten sind beim Balken auch sehr gefährlich, was einige Spitzenkugelstoßerinnen leider bitter bezahlten mussten. Dass man sich Gedanken über Verbesserungen macht, ist angebracht. Es geht beim Kugelstoßbalken nicht primär um das Hängenbleiben, sondern um das Fallen auf die spitzen Kanten. Etwas Rundung täte gut!
Wenn die Hochsprunglatte mit den Händen weggeschleudert wird, wird sie auch im Endeffekt "abtropfen". Ich habe in der Hinsicht sehr gute Erfahrungen in der Schule mit dem Bügel gemacht.
Die eckigen Staffelstäbe kann man wohl sehr schwierig greifen. Dann würde einige noch mehr beim Staffelwechsel daneben greifen.
Natürlich kann man nicht jedes Risiko ausschalten; aber wenn es Möglichkeiten der Minimierung gibt, halte ich es für angebracht, sich Gedanken darüber zu machen.
Ich habe z.B. noch eine sehr frühe Version des Schnelltrainers im Keller stehen. Man kann im Prinzip alle gängigen Kräftigungsübungen daran absolvieren. Danach gab es Sicherheitsverordnungen. Jetzt gibt es fast für jede Kraftübung ein anderes Gerät. Den Firmen bringt es mehr Geld. Was man früher für 2500 € (5000 DM) bekam, kostet heute ein Vielfaches. So hat alles seinen Preis.
Gertrude
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Prometheus2000
Benutzer | Beiträge: 353
Mi 28.09.2011 um 15:18:00
Re: DIN Normen
Hallo Gertrude,
recht hast du, wenn du sagst, dass es schön ist, dass Fachleute von der Basis mit einbezogen werden.
Ich denke du machst aber den Fehler und greifst dir Extrembeispiele raus. Deine Vorschläge hören sich in der Theorie sehr gut an, sind aber nicht finanzierbar. Jeder Verein, jede Stadt müsste tausende Euros in die Umrüstung der Stadien investieren.
Im allgemeinen muss man sagen: Das Leben ist lebenswert, aber auch lebensgefährlich. Will sagen: Es kann immer was passieren, was man nicht verhindern kann. Wir sind als Kinder früher auf hohe Bäume geklettert, manchmal ist was passiert. Aber deswegen haben unsere Eltern nicht gesagt: Wir müssen die Bäume mit Plastik umwickeln, damit sich unsere Kinder nicht weh tun (übertriebenes, humoreskes Beispiel) Oder ich kann auch am Bordstein an der Straße umknicken und mir einen Bänderriss zuziehen, deswegen stelle ich aber nicht den Bordstein in Frage. Da muss ich dann den Fehler bei mir selbst suchen.
Ich versuche jetzt mal zu allen deinen Punkten eine (z.T. übertriebene) Gegenposition zu formulieren, dass du siehst, dass es sich um Spezialfälle handelt, wo man nie ganz die Verletzungsgefahr ausschließen kann:
1. An einer Gummi-Ummantelung vom Abstoßbalken kann man leichter hängenbleiben als an einer glatten Oberfläche. Zumal die Kugelstoßer alle Schuhe mit Gummifläche haben. Gummi auf Gummi hat einen großen Reibungskoeffizient. Der Kugelstoßer bleibt beim Übertreten hängen und fällt auf die Nase
2. Die meisten schweren Unfälle beim Hürdenlauf passieren doch, wenn man mit dem NZB an der Hürde hängen bleibt und dann der Länge nach auf die Bahn klatscht. Spezialschaumstoffkanten sind zwar patent, aber wieviele tausend Hürden müssten umgerüstet werden. Wer sich das für seine Trainingshürden leisten kann ist im Vorteil. Man darf es aber nicht als DIN für alle vorschreiben
3. Auf dem Rasen fällt es sich leichter als auf der Bahn. Alle Anlagen müssten umgerüstet werden.
4. Grundsätzlich eine gute Idee, aber was ist mit den Springern, die in die Latte reinspringen ohne richtig abzuspringen, sie quasi schon mit den händen wegschleudern wollen. Bei Umlenkbügeln geht das nicht, der Springer würde mit voller Wucht in eine feststehende Latte springen
5. Vielleicht sollten Staffelstäbe eckig sein, damit sie nicht in fremde Bahnen rollen können, wenn ein Läufer den Stab fallen lässt ;-)
6. Wenn dir die Spikes-Dornen gefährlich erscheinen, müsste man wieder auf normale Turnschuhe umsteigen. Die sind bei nassen Wetter aber gefährlich und können Massenstürze verursachen.
Du siehst, es gibt überall Probleme und Verletzungsgefahren, die man nie ausschließen kann. Und ehrlich gesagt, will ich nicht noch mehr Regeln
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Gertrude
Benutzer | Beiträge: 2817
Mi 28.09.2011 um 13:24:04
Re: DIN Normen
Hallo zusammen, es geht um diesen Artikel: http://www.leichtathletik.de/index.php?NavID=1&SiteID=28&NewsID=34787 Ich verstehe nicht, wofür wir noch DIN-Normen brauchen. Alles, was es an Spezifikationen gibt, steht in den IWR. Was soll denn bei dieser Prüfung rauskommen? Wenn die dann entscheiden, alle Wettkampfhürden brauchen Abrundungen, um vor Verletzungen zu schützen, müssen wir uns dann alle neue Hürden kaufen? Was soll das bitte?
Ich finde den Vorstoß sehr begrüßenswert, um Verletzungen zu minimieren. Außerdem finde ich die Ansage zur Mitarbeit hier im Forum gut. Das ist doch eigentlich das, was wir wollen. Es sollen Veränderungen aus der praktischen Erfahrung vollzogen werden. Ich finde diese Art der Zusammenrbeit sehr konstruktiv!!!
Meine Vorschläge:
Meine Vorschläge für die Praxis aus der Erfahrung als Diplomsportlehrerin im Schul- und Leistungssportbereich in der Leichtathletik:
1. Die Kanten der Kugelstoßbalken sollten leicht abgerundet werden, eventuell mit einer Gummiummantelung versehen werden. Es gab im Spitzenbereich böse Unfälle beim Fallen auf die Kante.
2. Es wäre sehr gut, die Hürden mit einer Gummikante von Herrn Johannes Hücklekemkes (Patent?) für die Zukunft zu propagieren. Wir haben uns immer mit Spezial-Schaumstoffkanten beholfen. Dann hat die Hürde nur eine etwas größere Höhe. Natürlich braucht eine derartige Umstellung Zeit.
3. Bei den Speerwurfanlagen sollte man wenigstens einen 1m-Abstand von der Rasenkante vorschrieben. Ich habe einen bösen dreifachen Bänderriss damals von Manuela Alizadeh gesehen.
4. Beim Hochsprung sollte an der Auflagefläche Bügel an beiden Ständern obligatorisch sein, damit die herunterfallende Latte ständernah landet und somit Rückenverletzungen minimiert.
5. Vielleicht sollte man die Staffelstäbe an den Öffnungen schließen, um Verletzungen bei Stürzen zu vermeiden. Man kann die Kanten dann leicht abrunden. Es entsteht nur eine geringe Gewichtszunahme des Stabes, die man vielleicht durch ein leichteres Material verhindern kann.
6. Etwas Kopfzerbrechen machen mir die Spikes. Man sieht immer wieder, dass ein Läufer auf den Fuß/ Schuh eines anderen Wettkämpfers aus Versehen tritt und Verletzungen erzeugt. Ich weiß nicht, ob man da im Innenschuh Vorsorge treiben kann.
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Prometheus2000
Benutzer | Beiträge: 353
Mi 28.09.2011 um 10:34:38
DIN Normen
Hallo zusammen,
es geht um diesen Artikel: http://www.leichtathletik.de/index.php?NavID=1&SiteID=28&NewsID=34787
Ich verstehe nicht, wofür wir noch DIN-Normen brauchen. Alles, was es an Spezifikationen gibt, steht in den IWR. Was soll denn bei dieser Prüfung rauskommen? Wenn die dann entscheiden, alle Wettkampfhürden brauchen Abrundungen, um vor Verletzungen zu schützen, müssen wir uns dann alle neue Hürden kaufen? Was soll das bitte?