Übrigens: Ich bin ganz gerne Schleswig Holsteiner...
Ich bin auch sehr oft und gerne in Schleswig-Holstein und hol mir Steine. Hol Stein ist ja eine Einladung geradezu.
Morgen bin ich hoffentlich mit meinem Kajak mit Beinantrieb auf Fehmarn und werde von Fisch zu Fisch, mit Pause nach Puls, sprinten. Ergebnis praktisch und lecker, wenn am Leben.
Spielt den der Puls im Sprint keine Rolle? Sollte man nicht nach Pulshöhe loslegen? Bei unterschiedlich vorbereiteten Athleten bringt eine Minute Pause unterschiedliche Pulsfrequenzsenkung, oderrrrr? Das hat nichts mit Unterleibsenkung zu tun, ich bestehe darauf!
Wer das nicht glaubt, …
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Gertrude
Benutzer | Beiträge: 2824
Do 29.04.2010 um 13:38:07
Re: Penn Relays
... Gertrude hat sich nach den Lehrbuchangaben gerichtet, nach denen pro 10m 1 min Pause sinnvoll sind. Beim absoluten Schnelligkeitstraining ist es aber sinnvoll, die 30m fliegend zu laufen, weil sonst (Nachwuchs ausgeklammert) die absolute Geschwindigkeit überhaupt nicht erreicht wird. Bei z.B. 20m Auftakt wären so bereits 5 bzw. bei 40m-fliegend 6 min Pausen angemessen, die nach meiner Erfahrung immer noch sehr knapp bemessen sind. Natürlich kommt es auf den jeweiligen Typ drauf an, und im Spitzenreich sind 30m Auftakt angebracht. Inwiefern 8 Sprints in zwei 4-er Serien im absoluten Schnelligkeitsbereich nicht zuviel sind, könnte diskutiert werden. Auch wenn Einheiten kurz gehalten werden, was mir sinnvoll erscheint: In einer Stunde geht das normaler Weise nicht...
Lieber Hallo an alle,
ich habe auch bewusst vom Speedtraining gesprochen und nicht das Übermaxtraining mit den natürlich langen Pausen gemeint. Zudem habe ich auch ein Übermaxtraining beobachtet, wo es nur ganz wenige Läufe gab. Meines Erachtens reichte da auch eine Stunde. Die Tendenz zu weniger, aber qualitativ gut ist augenscheinlich. Auch im Bereich Dezember - Januar hat Sabine Programme durchgeführt, die auf den Sprint hinführend in einer Stunde erledigt waren. Beim Mehrkampf kommt oft noch etwas dazu, so dass man mit der knappen Zeit nicht auskommt. Wenn natürlich die Therapiezeiten mit KG und anderen begleitenden Inhalten dazu kommen, ist es schon zeitaufwändig.
Deshalb plädiere ich ja immer dafür, dass die Bedingungen optimiert werden müssen: Nutzung der Hallen, Sportplätze und Therapiemöglichkeiten auch zu "unmöglichen" Zeiten, damit der Beruf nicht zu kurz kommt. Diese Dinge erschweren bei uns die Arbeit enorm. Ich selbst war immer in einer Luxusposition, weil ich einen kleinen Kraftraum im Haus habe, eine Kugelstoßanlage am Haus hatte, den Schlüssel zu mehreren Hallen habe, so dass ich sehr flexibel operieren konnte. Dieses hierarchische Denken geht mir oft total gegen den Strich.
Eine Sache muss man natürlich auch sehen. Wenn man Leistungssport als Athlet oder Trainer betreibt und seinen Beruf nicht vernachlässigt, muss man die anderweitige Zeit irgendwie kappen. Entweder geht es zu Lasten des Privatbereichs oder das Umfeld leistet hervorragenden Service. Man kann nicht alles gleichzeitig haben; es sei denn, dass man auf beiden Gebieten begnadet ist.
Gertrude
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Diskusmann
Benutzer | Beiträge: 1482
Do 29.04.2010 um 13:31:07
Re: Penn Relays
...Beim absoluten Schnelligkeitstraining ist es aber sinnvoll, die 30m fliegend zu laufen, weil sonst (Nachwuchs ausgeklammert) die absolute Geschwindigkeit überhaupt nicht erreicht wird. Bei z.B. 20m Auftakt wären so bereits 5 bzw. bei 40m-fliegend 6 min Pausen angemessen, die nach meiner Erfahrung immer noch sehr knapp bemessen sind.
Das deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen. Aber natürlich machen auch 30er und 40er aus dem Startblock oder Hochstart Sinn. Da müsste Gertrude nochmal konkretisieren. Wobei F. Schwarthoff sicher ein anderes Starttraining als ein Flachsprinter durchgeführt hätte.
...Inwiefern 8 Sprints in zwei 4-er Serien im absoluten Schnelligkeitsbereich nicht zuviel sind, könnte diskutiert werden. Auch wenn Einheiten kurz gehalten werden, was mir sinnvoll erscheint: In einer Stunde geht das normaler Weise nicht.
Das erscheint mir nicht zuviel, zumal bei einem Athleten der Spitzenklasse, wenn denn die Pausenlängen entsprechend sind. Deshalb habe ich Probleme mit dieser einen Stunde Training.
U.M., www.diewerfer.de
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Hallo an alle
Benutzer | Beiträge: 1957
Do 29.04.2010 um 12:15:00
Re: Penn Relays
...Lieber Diskusmann, angenommen es werden 4x30m (3´Pause/ 8´-10´ Serienpause) plus 4x40m (4´P) gesprintet, dann macht das mit den Sprints etwa 35´. Dazu kommt ein vorweg kurzfristiges Einstimmen mit kurzem Antesten des ROM und ein paar Drills - fertig!!! Man kommt bei einer derartigen Einheit mit einer Stunde aus. Wie lange das relativ kurze Aufwärmprogramm von Usain Bolt dauert, ist vielfach beschrieben worden. Ich weiß, dass jetzt einige lachen, die Würze liegt eben manchmal in der Kürze. Natürlich gibt es auch Programme im speed-endurance-Bereich mit relativ wenig Läufen und langen Pausen, die Zeit kosten....
.... Danke für die konkrete Antwort! Kann es sein, dass die Pausenlängen zwischen den Läufen nicht etwas zu gering sind für hochintensive Sprints?
Gertrude hat sich nach den Lehrbuchangaben gerichtet, nach denen pro 10m 1 min Pause sinnvoll sind. Beim absoluten Schnelligkeitstraining ist es aber sinnvoll, die 30m fliegend zu laufen, weil sonst (Nachwuchs ausgeklammert) die absolute Geschwindigkeit überhaupt nicht erreicht wird. Bei z.B. 20m Auftakt wären so bereits 5 bzw. bei 40m-fliegend 6 min Pausen angemessen, die nach meiner Erfahrung immer noch sehr knapp bemessen sind. Natürlich kommt es auf den jeweiligen Typ drauf an, und im Spitzenreich sind 30m Auftakt angebracht. Inwiefern 8 Sprints in zwei 4-er Serien im absoluten Schnelligkeitsbereich nicht zuviel sind, könnte diskutiert werden. Auch wenn Einheiten kurz gehalten werden, was mir sinnvoll erscheint: In einer Stunde geht das normaler Weise nicht.
Im Sprint wird allgemein zuviel geholzt, die Angaben in den Rahmen-Trainingsplänen unterstüzen das. Wer was wann und wie schnell laufen soll, und das noch auf die jeweiligen Kalenderwochen bezogen, finde ich ziemlich daneben. Etwas mehr auf die unterschiedlichen Athleten sollte man schon eingehen, allemal in der Praxis, wenn es auch nicht immer leicht fällt. Dazu muss man seine Sportler genau kennen, und ihre Reaktionen nach Belastungen analysieren können. Sehr oft hapert es hier. Bolztraining ist eigentlich recht simpel, gutes und differenziertes Training nicht. Ich beobachte immer häufiger, dass Kaderathleten sturheil nach Vorgabe der Rahmentrainingspläne (und Trainingsplänen der Kadertrainer) durchgeführt werden, und Jahr für Jahr bleibt das so im Schema - trotz Stillstands.
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stefan wieser
Benutzer | Beiträge: 627
Do 29.04.2010 um 11:14:54
Re: Penn Relays
bin ich doch schon selber öfters "auf den Mund" gefallen, weil ich als mündiger athlet gesagt habe was ich denke. nach außen hin verlangt man den mündigen athleten - aber in wahrheit will ihn keiner haben Bingo!!! Verlogene Welt. Die Wahrheit verletzt immer und alle, besonders die höhere arrogante Entscheidungsträger. Diese Tatsache hat mich aber noch nie von meinen Aussagen abgehalten.
sollte es auch nicht man sollte für sich seine konsequenzen daraus ziehen, ob man weiterhin mit besagten personen zusammen arbeiten will ... verändern würde ich mich dafür auch nicht ...
die zwickmühle in der man dabei steckt ist, dass man dann unter umständen auf internationale einsätze verzichten muss
Wenn ihr glaubt ihr hättet mich verstanden, muss ich mich wohl falsch ausgedrückt haben!!
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Diskusmann
Benutzer | Beiträge: 1482
Do 29.04.2010 um 09:14:06
Re: Penn Relays
...Lieber Diskusmann, angenommen es werden 4x30m (3´Pause/ 8´-10´ Serienpause) plus 4x40m (4´P) gesprintet, dann macht das mit den Sprints etwa 35´. Dazu kommt ein vorweg kurzfristiges Einstimmen mit kurzem Antesten des ROM und ein paar Drills - fertig!!! Man kommt bei einer derartigen Einheit mit einer Stunde aus. Wie lange das relativ kurze Aufwärmprogramm von Usain Bolt dauert, ist vielfach beschrieben worden. Ich weiß, dass jetzt einige lachen, die Würze liegt eben manchmal in der Kürze. Natürlich gibt es auch Programme im speed-endurance-Bereich mit relativ wenig Läufen und langen Pausen, die Zeit kosten.
Danke für die konkrete Antwort! Kann es sein, dass die Pausenlängen zwischen den Läufen nicht etwas zu gering sind für hochintensive Sprints?
U.M., www.diewerfer.de
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Diskusmann
Benutzer | Beiträge: 1482
Do 29.04.2010 um 09:09:12
Re: Penn Relays
...Schleiche dich vorsichtig an einen fest Schlafenden Hund unbemerkt ran. Verpass Ihm einen heftigen Tritt. Dann siehst du folgende Szene: Das arme erschrockene Tier haut zuerst mit voller Geschwindigkeit aus dem Tiefschlaf reflexartig und sehr effektiv ab. Dann schaut der arme Hund dich erstaunt aus der Entfernung an und sagt dir mit seinen schönen Augen was für ein Dummkopf du Mensch bist. Du denkst dann aber: Er hat sich durch den Sprint ohne Hundemuskelaufwärmung verletzt, schnappst Ihn dir und lässt Ihn bei dem besten Sportdoktor M…..-W…… untersuchen und bekommst die schöne Nachricht: Alles bestens. Warum eigentlich ohne Aufwärmung nicht verletzt, bei Geschwindigkeit größer als bei dem Sprintweltrekordler beim Starten?????????? Können Menschen es auch so in der selben Situation??????? Kann nur verraten: Hat mit der Zahl der vorhandenen Beinen nichts zu tun!
Welche Rolle spielt Adrenalin in dieser Geschichte? Übrigens: Ich bin ganz gerne Schleswig Holsteiner...
U.M., www.diewerfer.de
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Gertrude
Benutzer | Beiträge: 2824
Mi 28.04.2010 um 21:22:14
Re: Penn Relays
... ich Erwärmung und Nachbereitung von der Stunde abziehe, bleibt nicht mehr viel Zeit, um ein "Speedprogramm" durchzuführen. Ich gehe bei diesem Programm von hoher Intensität aus. Läufe? Frequenztraining? Auf jeden Fall mit entsprechend langen Pause dazwischen. Die Nettobelastungszeit wird sich zusammengerechnet sicher im Minutenbereich abspielen, die Pausen sehr viel länger sein. Ich möchte mir das konkreter vorstellen können, deshalb wären Details schon wünschenswert.
Lieber Diskusmann,
angenommen es werden 4x30m (3´Pause/ 8´-10´ Serienpause) plus 4x40m (4´P) gesprintet, dann macht das mit den Sprints etwa 35´. Dazu kommt ein vorweg kurzfristiges Einstimmen mit kurzem Antesten des ROM und ein paar Drills - fertig!!! Man kommt bei einer derartigen Einheit mit einer Stunde aus. Wie lange das relativ kurze Aufwärmprogramm von Usain Bolt dauert, ist vielfach beschrieben worden. Ich weiß, dass jetzt einige lachen, die Würze liegt eben manchmal in der Kürze. Natürlich gibt es auch Programme im speed-endurance-Bereich mit relativ wenig Läufen und langen Pausen, die Zeit kosten.
Gertrude
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Kakadu
Benutzer | Beiträge: 667
Mi 28.04.2010 um 21:20:04
Re: Penn Relays
Auch Hunde können Zerrungen in ihren Muskeln bekommen.
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Wlad
Benutzer | Beiträge: 711
Mi 28.04.2010 um 20:33:39
Re: Penn Relays
bin ich doch schon selber öfters "auf den Mund" gefallen, weil ich als mündiger athlet gesagt habe was ich denke. nach außen hin verlangt man den mündigen athleten - aber in wahrheit will ihn keiner haben
Bingo!!! Verlogene Welt.
Die Wahrheit verletzt immer und alle, besonders die höhere arrogante Entscheidungsträger. Diese Tatsache hat mich aber noch nie von meinen Aussagen abgehalten.