"Legales Dopen" gibt es leider, denn das ist das Herandopen an die Grenzwerte, die jenseits der natürlichen Gegebenheiten liegen! Das ist eines der größten Probleme des sauberen Sports.
marbeck
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Javeling
Benutzer | Beiträge: 1658
Di 21.08.2007 um 11:51:10
Re: Unterzeichner der Vaterstettener Erklärung
Als Amateur-Senioren-Athlet ist mir aber persönlich völlig egal, wenn meine Konkurrenten illegal dopen sollten, es interessiert mich im Grunde nicht. Für mich ist meine eigene saubere Leistung nach viel Training maßgebend,..... Mit meiner Unterschrift und weißem Armband möchte ich aber eher "positiv" dafür werben, tablettenfrei die eigenen Grenzen zu suchen.
@dieterkoehl,
Ihnen ist es also völlig egal, ob gedopt wird. Sie werben nur in eigener Sache mit Unterschrift und Armband. Das ist auch eine Art, dazu beizutragen "....den Kampf gegen Doping offensiv zu führen" (VE). Auch diese Meinung soll man zur Kenntnis nehmen.
Frage: Gibt es in der LA eigentlich ein "legales" Dopen?
Sportlichen Gruß
Heinz Engels, Mainz
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dieterkoehl
Benutzer | Beiträge: 29
Di 21.08.2007 um 09:32:35
Re: Unterzeichner der Vaterstettener Erklärung
Im Senioren-Bereich ist das Problem Trainingskontrollen völlig unlösbar, das ist doch wohl klar. Als Amateur-Senioren-Athlet ist mir aber persönlich völlig egal, wenn meine Konkurrenten illegal dopen sollten, es interessiert mich im Grunde nicht. Für mich ist meine eigene saubere Leistung nach viel Training maßgebend, welche Platzierung auch immer dabei "herausspringt". Für die armseligen Doper wünsche ich mir zwar hier strengere Gesetze und eine "öffentliche Meinung", die den Gefahren, die Doping mit sich bringt(siehe dort, wo Doping-Freigabe), aufmerksamer begegnet. Mit meiner Unterschrift und weißem Armband möchte ich aber eher "positiv" dafür werben, tablettenfrei die eigenen Grenzen zu suchen. Es läßt mich meinen Sport lieben, kann das auch ein egozentrischer Doper seinen jugendlichen Fans oder Schülern vermitteln?
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Javeling
Benutzer | Beiträge: 1658
Mo 20.08.2007 um 12:08:28
Re: Unterzeichner der Vaterstettener Erklärung
10 Kontrollen, 100 Kontrollen? Bei der anzahl aktiver Senioren ist das wohl eher ein schlechter Scherz. Wenn man wirklich abschreckende Wirkung demonstrieren will muss man mit bedeutend höheren Zahlen hier ran gehen, aber dafür fehlt leider das Geld. Also werden es wohl die Titel sein, die die Athleten locken. Aber was ist ein Senioren-Weltmeister in der heutigen gesellschaft wert? Nichts gegen die Leistungen die erbracht werden, aber selbst der DLV sieht die Senioren ja eher als Hobbysportler.
@highjumper83
wir müssen uns mal daran gewöhnen, den Aktivenbereich vom Seniorenbereich zu trennen. Es sind zwei verschiedene "Welten".
In Ermangelung von erschreckend wenigen Vorschlägen zum Thema, nun eine zusätzliche Überlegung von mir.
Nach meiner Ansicht geht es doch nicht darum, dass alle Senioren kontrolliert werden sollen. Wenn der "Opa und die Omi" von den Enkeln animiert werden, doch endlich mal etwas Sport zu machen, für die Gesundheit und so, dann soll man ihnen auch die Pillen und Tabletten lassen, die sie schon seit Jahren genommen haben. Vielleicht werden es dann sogar weniger Medikamente.
Diese "Leistungsgruppe", vielleicht sind es 90 % (und mehr) aller Senioren, hat andere Motive, ihren Sport zu machen, als diejenigen, um die es hier geht.
In der anderen L.-Gruppe befinden sich Senioren/innen, die aus irgendwelchen Gründen um jeden Preis (auch der Gesundheit) aufs "Treppchen" oder irgendeinen "Rekord" holen wollen. Dabei ist ihnen natürlich jedes Mittel recht. Der Schaden, den sie dann dem Seniorensport insgesamt zufügen, ist ihnen egal.
Und genau um diese "Zielgruppe" geht es ausschließlich. Das in Kürze.
Noch eine Bemerkung zur TUE, Ausnahmeregelung. Um bei nat. und internat. Veranstaltungen nicht eine böse Überraschung zu erleben, hat man diese eingeführt, sie muß vorgelegt werden.
Wenn nun tatsächlich eine Trainingskontrolle durchgeführt werden sollte, dann müßte jeder solch eine Ausnahmeregelung "in der Tasche" haben.
PS: Nachtrag 21:07 Uhr
NADA -Code 2006, Artikel 5.1.4 : .....Das Attest ist in Kopie mitzuführen und bei einer Dopingkontrolle dem Kontrollprotokoll beizufügen. Die NADA ist berechtigt, die medizinische Notwendigkeit und die Applikation des verbotenen Wirkstoffes nachträglich zu überprüfen.
Sportlichen Gruß
Heinz Engels, Mainz
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joedoe
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Mo 20.08.2007 um 11:52:38
Re: Unterzeichner der Vaterstettener Erklärung
10 Kontrollen, 100 Kontrollen? Bei der anzahl aktiver Senioren ist das wohl eher ein schlechter Scherz.
Nein, nicht wenn man sie gezielt bei verdächtigen Sportlern und in der "passenden" Trainingsphase durchführt - zumindest wenn wir mal von 100+ ausgehen. Ob dann aber nicht jeder getestete beim nächsten Wettkampf seine Gegner argwöhnisch betrachtet wer von denen wohl vorgeschlagen hat ihn zu testen? So vernlockend wie es vielleicht wegen der möglichen Effektivität sein mag, aber das erinnert micht einfach zu arg an DDR-Methoden und so ein Spitzelsystem will wohl niemand ernsthaft in welchem Bereich auch immer jemals wieder haben.
Aber was ist ein Senioren-Weltmeister in der heutigen gesellschaft wert? Nichts gegen die Leistungen die erbracht werden, aber selbst der DLV sieht die Senioren ja eher als Hobbysportler. Und dann stellt sich für mich die Frage: Ist es mir Wert meinen Körper (in hohem Alter) mit Doping voll zu stopfen um einen Titel, oder eine Endlaufplatzierung zu erringen, von der ich mir nichts kaufen kann und für den sich "niemand" interresiert?
Es sind alle Hobbysportler, niemand macht das doch als Profi, als Beruf. Lokal kann ein DM-Titel oder ein WM-Titel oder sogar nur eine Endkampfplatzierung (alt genug werden und noch teilnehmen können reicht ja) einiges bedeuten. Berichterstattung mit Bild ind er Zeitung incl. Interview, herausgestellte Fitness und Vorbildcharakter, Sportler des Jahres im Verein oder der Stadt/Gemeinde mit entsprechenden Einladungen und öffentlichen Auftritten - das mag für den einen und anderen neben der Befriedigung eigener Leistungsmotive sicher Verlockung genug sein ...
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Hallo an alle
Benutzer | Beiträge: 1605
Mo 20.08.2007 um 11:38:50
Re: Unterzeichner der Vaterstettener Erklärung
Ich schätze mal die Anzahl gedopter Senioren ist bedeutend höher als die der Senioren. Also werden es wohl die Titel sein, die die Athleten locken. Aber was ist ein Senioren-Weltmeister in der heutigen gesellschaft wert? Ist es mir Wert meinen Körper (in hohem Alter) mit Doping voll zu stopfen um einen Titel, oder eine Endlaufplatzierung zu erringen, von der ich mir nichts kaufen kann und für den sich "niemand" interresiert?
Du meinst wohl, dass die Anzahl von gedopten Senioren bedeutend höher ist als die der sog. Aktiven? Wahrscheinlich wirst Du für deine Einschätzung Schimpfe ernten.
Bei DM`en laufen massenweise Europa- und Weltmeister rum, was diese Titel logischerweise nicht unbedingt aufwertet. Seniorentitel kann man nicht mit Aktiventiteln vergleichen, schon allein wegen der Anzahl der sportlich ernst zu nehmenden Gegner.
Die Auffasung bezüglich der Dopinghäufigkeit ist allerdings sehr spekulativ. Einiges spricht für Highjumpers Meinung.
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highjumper83
Benutzer | Beiträge: 134
Mo 20.08.2007 um 09:55:06
Re: Unterzeichner der Vaterstettener Erklärung
10 Kontrollen, 100 Kontrollen? Bei der anzahl aktiver Senioren ist das wohl eher ein schlechter Scherz. Wenn man wirklich abschreckende Wirkung demonstrieren will muss man mit bedeutend höheren Zahlen hier ran gehen, aber dafür fehlt leider das Geld. Wenn man mal die Anzahl positiver Kontrollen bei den Senioren im Gegensatz zu den aktiven her nimmt und dann ins Verhältniss der Anzahl der Kontrollen und Anzahl der Sportler nimmt, wird man wohl erschreckendes Feststellen. Ich schätze mal die Anzahl gedopter Senioren ist bedeutend höher als die der Senioren. Und nun frage ich mich mal ganz stark warum? Der Geldaspeckt kann es ja wohl kaum sein, den welcher Senior verdient mit dem Sport sein Geld? Wohl eher das Gegenteil ist der Fall. Also werden es wohl die Titel sein, die die Athleten locken. Aber was ist ein Senioren-Weltmeister in der heutigen gesellschaft wert? Nichts gegen die Leistungen die erbracht werden, aber selbst der DLV sieht die Senioren ja eher als Hobbysportler. Und dann stellt sich für mich die Frage: Ist es mir Wert meinen Körper (in hohem Alter) mit Doping voll zu stopfen um einen Titel, oder eine Endlaufplatzierung zu erringen, von der ich mir nichts kaufen kann und für den sich "niemand" interresiert?
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Javeling
Benutzer | Beiträge: 1658
So 19.08.2007 um 19:46:00
Re: Unterzeichner der Vaterstettener Erklärung
Wenn das doch alles so klar wäre!! Pardon Heinz Engels, ich bin wieder mal etwas anderer Meinung. Zehn Kontrollen pro Jahr reichen bei weitem nicht! Mir geht es nicht nur um die von Dir avisierte Handvoll allgemein bekannter Doping-Verdächtiger (Wer soll überhaupt auf Grund welcher Hinweise oder Gerüchte diese Auswahl treffen?). Mir geht es auch um die vielen Athleten, die auch mal aufs Treppchen, die auch mal in einen Endlauf kommen wollen und die durchaus bereit sind dafür ein ihrer Ansicht nach Kavaliersdelikt auf sich zu nehmen, ähnlich dem millionenfach bewährten kleinen Versicherungsbetrug. Und es wird ihnen ja so leicht gemacht! Ich selbst habe Professor Franke auf dessen Wunsch ein in vielen Studios frei erhältliches dickes Buch mit allen Details zu den entsprechenden Mitteln, einschließlich der Bezugsquellen besorgt (Ich hatte den Tipp von einem zweitklassigen Ringer). Es ist ja durch diverse Veröffentlichungen der letzten Zeit bekannt, wie erschreckend hoch die Zahl dieser User ist. Und ihr glaubt doch wohl nicht im Ernst, dass wir Leichtathleten grundsätzlich moralischer seien als die übrige Menschheit. Daher bin ich der Meinung, dass, falls wir es mit der Abschreckung ernst meinen, wir nicht 10 sondern mindestens 100 unangekündigte, gezielte und ausgeloste Wettkampf-Kontrollen im Jahr brauchen. Und diese Kontrollen ließen sich nämlich, falls sich nicht wider Erwarten noch ein generöser Spender findet, mit dem „Arno“ Euro finanzieren.
@rano eigentlich sind wir doch einer Meinung Die Doping-Kontrollen kosten Geld, viel Geld. Die DK können wie bei den Aktiven nicht durchgeführt werden. Es gibt offenbar, wie im normalen Leben, viele kleine "Sünderlein". Da es noch keine Trainings- DK im Seniorenbereich gibt, hatte ich den Vorschlag mit den "bis zu zehn" intell./gezielten DK gemacht. Sollte als Einstieg und zunächst als "Abschreckung" gedacht sein. Selbstverständlich wäre eine DK bei 100 Kandidaten besser. Und natürlich sollten die Wettkampf-K. weiter bestehen bleiben.
Darf eigentlich bei den Senioren eine Trainingskontrolle durchgeführt werden? Ja, laut VE "..meine ausdrückliche Bereitschaft zu jederzeitigen Kontrollen"
Das heißt, dass jeder Unterzeichner zu jeder Tages- und Nachtzeit mit einer Kontrolle rechnen muß!!
Also, jeder, der nicht unterzeichnet hat, kann ruhig schlafen. Oder verstehe ich das ganz falsch?
Sportliche Grüße
Heinz Engels, Mainz
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sauser
Benutzer | Beiträge: 161
So 19.08.2007 um 17:31:42
Re: Unterzeichner der Vaterstettener Erklärung
Wenn das doch alles so klar wäre!!
Pardon Heinz Engels, ich bin wieder mal etwas anderer Meinung. Zehn Kontrollen pro Jahr reichen bei weitem nicht!
Mir geht es nicht nur um die von Dir avisierte Handvoll allgemein bekannter Doping-Verdächtiger (Wer soll überhaupt auf Grund welcher Hinweise oder Gerüchte diese Auswahl treffen?).
Mir geht es auch um die vielen Athleten, die auch mal aufs Treppchen, die auch mal in einen Endlauf kommen wollen und die durchaus bereit sind dafür ein ihrer Ansicht nach Kavaliersdelikt auf sich zu nehmen, ähnlich dem millionenfach bewährten kleinen Versicherungsbetrug.
Und es wird ihnen ja so leicht gemacht! Ich selbst habe Professor Franke auf dessen Wunsch ein in vielen Studios frei erhältliches dickes Buch mit allen Details zu den entsprechenden Mitteln, einschließlich der Bezugsquellen besorgt (Ich hatte den Tipp von einem zweitklassigen Ringer). Es ist ja durch diverse Veröffentlichungen der letzten Zeit bekannt, wie erschreckend hoch die Zahl dieser User ist. Und ihr glaubt doch wohl nicht im Ernst, dass wir Leichtathleten grundsätzlich moralischer seien als die übrige Menschheit.
Daher bin ich der Meinung, dass, falls wir es mit der Abschreckung ernst meinen, wir nicht 10 sondern mindestens 100 unangekündigte, gezielte und ausgeloste Wettkampf-Kontrollen im Jahr brauchen.
Und diese Kontrollen ließen sich nämlich, falls sich nicht wider Erwarten noch ein generöser Spender findet, mit dem „Arno“ Euro finanzieren.