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Hart, härter, Robert Harting? \ Re: Hart, härter, Robert Harting?
 Di 13.09.2011 um 16:17:02

Also, Werbung in eigener Sache ! An die Eltern potentieller Leichtathleten/-innen gerichtet : Auch sooo können die Kinder später ein Publikum fesseln. Trotz Verletzung durchbeißen, das macht hart wie..... Warum starten (sind nicht gestartet) denn eigentlich etliche andere Athleten/-innen in diesem WM-Jahr nicht (oder wenig).....trotz Verletzungen ? Alles "Weicheier" ?


Wohlgemerkt, das ist meine ganz eigene Theorie. Einen Anspruch auf Gültigkeit erhebe ich nicht.

Es gibt aber aus meiner sicht Indizien die dafür sprechen. So war es am Sonntag sehr interessant wie "quietsch-fidel" Harting zwischen seinen Versuchen umherging und sich warm hielt. Auch unmittelbar vor und nach Absolvierung seiner Versuche war nichts von dem Daegu-humpeln zu erkennen.

Urplötzliche Heilung trotz Belastung oder anhaltende Wirkung einer Spritze direkt vor WK-Beginn? Ich weiß es nicht...

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Hart, härter, Robert Harting? \ Re: Hart, härter, Robert Harting?
 Di 13.09.2011 um 15:31:11



Hat Herr Harting in diesem Marketingbereich keine Fachberater ?


Doch, die hat er ganz sicher.

Meine Theorie des Ganzen:

Ich bezweifel nicht das Harting Probleme mit dem Knie hat. Diese im Vorfeld der WM medial jedoch derart aufzubauschen war ein ganz kleverer Schachzug von ihm.
Aus sportlicher Sicht hat er sich so etwas von dem Druck, den er als ungeschlagener und haushoher Favorit garantiert gespürt hat, nehmen können. Die vermutlich etwas dramatisiert dargestellten Ausmaße seiner Verletzung haben ihm geholfen seine Gegner stark zu reden.
Auch aus medialer/wirtschaftlicher Sicht hat er so einen Coup gelandet. Denn man spricht ja jetzt nicht nur vom Weltmeister Harting, sondern vom Weltmeister der sich durchgebissen und trotz Knieverletzung die gesamte Weltspitze düpiert hat. Das wertet seine ohnehin schon Weltklasseleistungen weiter auf und hat eine ungemeine Wirkung auf die Öffentlichkeit. Vielmehr noch, es macht in schon fast zu etwas wie einen Heroen.
Wer vorgestern beim ISTAF war konnte die Auswirkungen hautnah miterleben. "Der Harting" ist absolut "in" und kann ein ganzes Stadion fesseln. Bei jedem seiner Würfe stand das Publikum Kopf. Auch seine zahlreichen Auftritte in der Öffentlichkeit lassen darauf schließen, dass der Hype um seine Verletzung beim breiten Publikum keinesfalls negativ aufgefasst wird. Eher im Gegenteil, in der heutigen Zeit lechzt alles nach ungewöhnlichen Geschichten, Superlativen oder verrückten Vögeln.... Da punktet Harting auf voller Linie!

Ob das nun gut für die Leichtathletik ist kann man sicher diskutieren....






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Speerwerfen ISTAF \ Re: Speerwerfen ISTAF
 Mo 12.09.2011 um 12:07:01




Ähmmm... einfach mal über grundlegende mechanische Gesetze nachdenken! Optimalerweise wirft man beim Speerwerfen (vermutlich) bei der maximalen Lauf-Geschwindigkeit ab. Da ein Mensch aber nicht von einem auf den anderen Zentimeter stehenbleiben kann, braucht er noch einen gewissen Bremsweg. Es ist ja nicht so, dass die 4m vor der Linie werfen und dann 2m vor der Linie stehenbleiben.



Nein, was das Fett-markierte betrifft. Ja, zum zweiten Teil.
Aus mechanischer Sicht ist eine hohe Einganggeschwindigkeit zwar durchaus nützlich (vektorielle Addition), allerdings muss bei sportlichen Leistungen, deren Zustandekommen und Voraussage immer der Faktor "Mensch" beachtet werden. Und hier ist entscheidend welche Eingangsgeschwindigkeit der Athlet umsetzen kann.
Der Anlauf und die während ihm generierte Eingangsgeschwindigkeit sind war wichtige Größen, besitzen aber "lediglich" einen den Abwurf vorbereitenden Charakter. Eine Erhöhung der Eingangeschwindigkeit darf nur so weit vorangetrieben werden, wie die folgenden Bewegungsteile (Hauptbeschleunigungsphase--> Abwurf) in ihrer Ausführungsqualität nicht beeinträchtigt werden. Die Verluste in der erreichten Abfluggeschwindigkeit durch Ungenauigkeiten in der Ausführung der Hauptbeschleunigungsphase übersteigen in der Regel deutlich die Verluste die durch einen etwas gemäßigteren, dafür aber den Fähigkeiten angemessenen Anlauf entstehen. Es geht also nicht um das Erreichen einer maximalen sondern vielmehr einer optimalen Geschwindigkeit. Wo diese liegt differiert zwischen den Athletentypen und ist stark an die jeweils vorliegenden Leistungsvoraussetzungen gebunden.

Generell ist es üblich durchaus sinnvoll etwa 2-3 Meter vor der Abwurflinie abzuwerfen. Bei guter (!) Stemmbeinarbeit werden ca. 50 % der KSP-Geschwindigkeit des Gesamsystems reduziert. D.h. es bleibt ein sehr großer Restbetrag, der durch den Athleten abgebremst werden muss. Das benötigt entsprechend Platz. Wer C. Obergföll nach dem Abwurf beobachtet wird festellen, dass sie nach ihren Würfen mit dem Fuß bis auf wenige cm an die Abwurflinie herankommt. Sie nutzt den Platz also schon sehr gut aus bzw. braucht ihn um die Würfe gültig zu gestalten.

In der Literatur wird im übrigen diesbezüglich zwischen "realer" und "offizieller" Wurfweite unterschieden. So z.B.
hier</a>.



Ohne hier mit Formeln zu kommen (Erlaubt die Forensoftware überhaupt die Eingabe?), eine einfache Aussage: Den größten Einfluss auf die Wurfweite hat die Abwurfgeschwindigkeit. Beim Speerwurf beträgt sie etwa 20-26m/s, wobei die Anlaufgeschwindigkeit einen nicht zu unterschätzenden Anteil beiträgt. Die guten Speerwerfer laufen zwar nicht so schnell wie Weitspringer an, aber schneller als Hochspringer, in etwa bis zu 7 m/s haben wir gemessen , dass entspricht 100m in 13 Sekunden - wie lange braucht man zum "Fullstop"?? Beobachtet man Werfer wie Pitkämäki, sieht man sehr schön, das sie die Geschwindigkeit überhaupt nur mit Mühe vor der Linie stoppen können, obwohl sie so weit vor der Markierung werfen. Der Weitengewinn durch die Höhe der Anlaufgeschwindigkeit dominiert deutlich über den Verlust durch die "verschenkten" Meter. Alles ein Kompromiss, ungleich zu den Weitspringern, die die volle Geschwindigkeit mitnehmen und deshalb nicht verschenken sollten.


Darf man Fragen wer "wir" ist und wie bzw. wo gemessen wurde?

Gruß



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Kugelstossen - Ralf Bartels \ Re: Kugelstossen - Ralf Bartels
 Do 08.09.2011 um 10:18:46

Was ich als "Hammer" heute im Videotext empfand, war die Nachricht, dass die deutschen Kugelstoßer in Zürich schwach waren. 21,23m als schwach zu bezeichnen, ist doch wohl eine absolute Frechheit. Gertrude


Das ist in der Tat eine absolute Frechheit. Storl hat dort nach den beiden Wettkämpfen in Daegu seine drittbeste Saisonleistung gezeigt und die Serie war mit 4 Stößen über 21 bei bei "nur" zwei ungültigen Versuchen hervorragend.

Bei Bartels muss man sagen das er in diesem Jahr einfach keine große Form hat. Die 20,05 m von gestern sind angesichts seiner bisherigen Saisonergebnise absolut in dem Bereich, was er aktuell leisten kann.


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WM-Nominierungen \ Re: WM-Nominierungen
 Di 16.08.2011 um 14:20:26

@ Stahl-Nominierung:

Wenn ich mich recht erinnere ist es so, dass die Kontinental-Meister im Rahmen der Nationenplätze auch ohne Erfüllung der WM-Norm startberechtigt sind. Da in D nur Obergföll und Molitor die Norm haben ist Stahls Nominierung also absolut legitim.
Anders hätte es bei einer dritten Normerfüllerin ausgesehen. Einen vierten Startplatz gibt es nur wenn man den aktuellen Weltmeister stellt (z.B. die USA, welche mit 4 Kugelstoßern in daegu an den Start gehen).

Gruß

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"Weltklasse hinterm Deich" \ "Weltklasse hinterm Deich"
 Di 09.08.2011 um 21:23:32
Storl erzielt mit 21,05 m eine neue Bestleistung und gewinnt das Kugelstoßen der Männer vor Bartels (20,11 m) und Bauer (19,61 m).

Ergebnisse gibts hier:


http://live.seltec-sports.de/Cuxhaven2011/r33000017.htm

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DJM Jena \ Re: DJM Jena
 Di 09.08.2011 um 11:13:39

Man wlll die Zuschauer-Kapazität um einige 1000 erhöhen. Langwürfe (jedenfalls Speer und Hammer) sind angeblich schon jetzt im Stadion wegen der Rasenheizung nicht mehr möglich. Wie ich gelesen (und gesehen) habe, ist die Bahn neu. Scheiß Profi-Fußball


Genau so hat es der besagte Kampfrichter berichtet. Es soll aber wohl ein neues leichtathletikstadion "geschaffen" werden. Mit einer Zuschauerkapazität von 5000.......

Wenn das so weiter geht Frage ich mich wo in Zukunft die DMs stattfinden sollen....Traurig

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DJM Jena \ Re: DJM Jena
 Mo 08.08.2011 um 21:34:11

Wirklich? Ich dachte, die Bahn wäre relativ neu!


Laut Aussage eines ortsansässigen Kampfrichters: ja!

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DJM Jena \ Re: DJM Jena
 Mo 08.08.2011 um 16:06:21

was mir bei der eigtntlich guten Organisation überhaupt nicht gefallen hat : wie kann man bei einer DJm das Diskuswerfen und Hammerwerfen auf den Nebenplatz verlegen ? Wir beschweren uns über die schlechte Präsentation unserer Weltklassewerfer und behandeln sie dann selber zweitklassig. Wenn einem Ausrichter der Fußballrasen wichtiger ist als eine DJm darf der DLV ihm keinen Zuschlag geben !


Das war wirklich eine Zumutung. Zumal zwischen Wettkampfstätte bzw. Gelegenheit zum Einwerfen und Call-Room gute fünf Minuten Fußweg lagen. Wollte man sich als Ahlet einwerfen kam so einiges an Strecke zusammen, vom erschwerten Timing des Warm-Ups`s - gerade für die jüngeren Athleten - ganz zu schweigen...... Im Stadion hat man von den z.T. wirklich hochklassigen Ergebnissen dann erst was bei der Siegerehrung mitbekommen.... Tsts...

Die Verkehrssituation mal ausgeklammert war es aber eine gut organisierte Veranstaltung in einem wirklich tollen Leichtathletik-Stadion. Ein Graus das die Bahn den Fußballern weichen muss......

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Speerwurfmaschinchen von Christina Obergföll \ Re: Speerwurfmaschinchen von Christina Obergföll
 Do 04.08.2011 um 13:13:58

Treffend, dieser (erneut!) relativierende, mahnende biomechanische Blick, diesmal auf KTG, Solos. Dass man den Nachteil (des Speerwurf-KTG), die Bewegungsausführung im Sitzen auszuführen (eigentlich nur die spezielle Kraft entwickelnd, kaum die Gesamtbewegung), kompensieren muss, versteht sich von selbst - nämlich durch eine proportional angemessene Anzahl von Würfe mit den Wettkampfgerät. Und auf diese "Mischung" kommts immer an! Und aufs Auge des Trainers und seine Erfahrung. (Kraft-)Trainingsgeräte sind immer nur Hilfsmittel zur konditionellen Verbesserung ("Konditionierung"); sie beförderten in den vergangenen Jahrzehnten die Leistungsentwicklung ennorm - die Gefahr, zu überziehen, "orthopädischen Schrott" (sic! Gertrude) zu erzeugen, ist aber virulent. H.Klimmer / sen.


Es ist nicht nur ein biomechanischer Blick. Schaut man hinter die über die Biomechanik objektivierbaren physikalischen Parameter landet man sehr schnell im Bereich der Physiologie/Anatomie.

Auch wenn es sich für dich von selbst versteht das man die Nachteile einzelner, (speziell) unterstützender Trainingsmittel (ich versteife mich da bewusst nicht auf das KTG) mit entsprechenden Maßnahmen kompensieren bzw. das durch diese neuerworbene, verbesserte Potential spezifisch umsetzen muss, so scheint ja grade dies in der sportpraktischen Anwendung das Problem zu sein.
Ich denke in dem Bereich fehlt noch einiges. Die hier schon angesprochenen "Kraftwerfer" und die Tatsache, dass eine Vielzahl nicht dazu in der Lage ist aus dem langen Anlauf heraus eine adäquate Steigerung ihrer Wurfleistungen aus dem Stand, dem 3er- und 5er-Rhythmus zu realisieren sind sinnbildlich.





Lieber Solos, ich kloppe andere Ideen nicht immer sofort in die Tonne. Es gibt sicherlich gerade im Speerwurf sehr unterschiedliche Trainingsanwendungen, weil auch die Athletentypen so unterschiedlich sind. Diese Idee hat ihre Berechtigung, muss aus meiner Sicht aber noch zu Ende gedacht werden.



Gertrud,

ich kloppe auch nichts in die Tonne, sondern analysiere nüchtern. Solch ein KTG hat seine Grenzen und die müssen einem bewusst sein. Man darf nicht denken es alleine macht "den Unterschied" (s.o.). Dennoch ist es eine gute Idee und hat natürlich seine Berechtigung. Sinnvoll in den Trainingsprozess eingebettet kann es zumindest für einige Typen mit Sicherheit die Leistungsentwicklung wirksam unterstützen. Ein Backley wäre mit seiner linearen Art zu Werfen vermutlich gut damit zurecht gekommen. Jemand der die Rotation in der Hauptbeschleunigungsphase so stark nutzt wie Zelezny wohl eher nicht.
Das ist auch einer der Gründe warum ich den Einsatz des KTG im Jugendbereich ablehne. Es sollte zunächst gegügend Zeit sein um den individuellen Wurftyp herauszukristallisieren, ehe man "Zwangsbedingungen" am KTG schafft und so ungewollt eingreift.

Aber vielleicht entwickelst du das Gerät ja bald weiterAugenzwinker



Beate Peters hat damals dreidimensional die Abwurfbewegung im Stand und Sitz gewichtsmäßig abgestuft in unserer Halle an einem von mir ganz primitiv konstruiertem Pendel ausgeführt. Es war ein sehr kleines Rädchen im Speerwurfgetriebe, weil ich die auf Vorbeschleunigung aufgesetzte Wurfarmschnelligkeit oben als wichtigeres Kriterium empfand. Ich habe mich schon damals auf muskelphysiologische Aussagen primär gestützt. Gertrude


Das klingt z.B. sehr interessantSmile
In welchen Lastbereichen hat sie denn mit dem Pendel gearbeitet und wo lag das Augenmerk? Wie wurde die Schnelligkeit des Wurfarmes nach hoher Vorbeschleunigung geschult?

Gruß

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